Verlängerung der E-Prämie

Bisher kaum Resonanz im Saarland

SAARBRÜCKEN Das für den 30. Juni ursprünglich geplante Ende der finanziellen Förderung von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen geht in die politisch gewollte einjährige Verlängerung. Die Bilanz für den Umweltbonus fällt jedoch mager aus.

Das Saarland habe einen Anteil von unterdurchschnittlichen 0,86 Prozent erreicht. Martin Bitsch, Vorsitzender des Kfz-Verbandes, sagte, 1084 Förderungen für das Saarland in drei Jahren seien „deutlich weniger als unsere Erwartungen“. Einmal mehr zeige sich, dass der Umweltbonus durch Staat und Hersteller im Umfang von 1,2 Milliarden Euro durch die mangelhafte Lade­infrastruktur nur ein geringes Interesse gefunden habe. Bitsch: „Auch für die Verlängerung erwarten wir keinen signifikanten Ergebnisse nach oben.“

Der Zwischenbilanz des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zufolge seien für das Saarland 683 Fördergelder für reine batteriebetriebene und 401 finanzielle Unterstützungen für Hybrid-Fahrzeuge abgerufen worden. Für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge habe es keine Anträge gegeben. Insgesamt ergebe dies eine Fördersumme „aus dem großen Umweltbonus-Topf“ für das Saarland von etwa 3,9 Millionen Euro.

Bitsch teilte abschließend mit, dass seit 1. Juli 2019 eine neue Richtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus) in Kraft getreten sei. Es sei nun ein akustisches Warnsystem (AVAS) pauschal mit 100 Euro förderfähig.red./tt

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