Vereinsarbeit in Zeiten von Corona

Land und Kommunen helfen – „Vereinsplatz“ und „Dorf-Funk“ vorbildlich

ST. WENDEL „Das Ehrenamt ist das Herz unserer Dörfer, das merken wir gerade in der aktuellen Situation“, so die Landtagsabgeordnete Ruth Meyer. „Im Bevölkerungsschutz sowie in der sozialen Betreuung und Versorgung wäre Vieles ohne die ehrenamtlichen Leistungen der verschiedenen Hilfsorganisationen, Vereine und Initiativen undenkbar.“

Gleichzeitig weist die Innenpolitikerin darauf hin, dass den Vereinen in ihrer Breite aktuell die notwendigen Einnahmequellen wegbrechen: der Ausfall von Veranstaltungen und Märkten wirke sich enorm aus. „Und gleichzeitig laufen die Ausgaben für Räume und Personal ja weiter.“

Dies treffe nicht nur Sportvereine, die Vereinsheime betreiben und Trainer beschäftigen und für die der Landessportverband gerade ein beispielhaftes Meldesystem aufbaue. Auch Chöre, Musikvereine und andere kulturtreibende, soziale oder Fördervereine hätten mit laufenden Kosten zu kämpfen und bräuchten Unterstützung auf allen Ebenen. „Wir müssen davon ausgehen, dass viele selbstverständlich gewordenen Angebote in unseren Dörfern in Gefahr geraten, wenn wir jetzt nicht handeln“, so Meyer weiter.

Die von Innenminister Klaus Bouillon auf den Weg gebrachten Finanzhilfen seien daher genau die richtige Antwort, diese müssten aber grundsätzlich für alle Sparten offen sein. Weiterhin regt sie an, Plattformen und Netzwerke im Internet stärker für Vereine nutzbar zu machen.

Der „Vereinsplatz WND“, ein Modellprojekt des Landkreises St. Wendel, sei hier landesweit vorbildlich: „Was das Team um Tina Noack hier an Informationen und Dienstleistungen für Vereine bereitstellt, ist bares Geld wert, rechtlich sauber recherchiert und brandaktuell.“ Besonders lobt Meyer die Fragen und Antworten rund um das Thema „Vereinsarbeit in Zeiten von Corona“. Diese Plattform sei landesweit von Interesse.

Genauso wie die App „DorfFunk“, die im sozialen Dorf Hasborn mit großem Erfolg im Einsatz sei. „Unsere Vereine zeigen sich innovativ und werden auch längerfristig an der aktuellen Krise mittragen müssen. Dabei müssen wir sie bestmöglich unterstützen“, so Ruth Meyer. red./hr

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