VEL investiert 2 Millionen in den Kanalbau

Baumaßnahme erhöht Kapazität für Starkregenereignisse in Lebacher Innenstadt

LEBACH 28 Tonnen schwer ist das Kanalbauwerk, das kürzlich als Schwertransport aus Stockstadt am Rhein nach Lebach geliefert und auf dem Gelände der Mühle Juchem gesetzt wurde. Der Betonkoloss ist Teil einer großen Baumaßnahme des Ver- und Entsorgungszweckverbandes Lebach (VEL). Um die Kapazität des Kanals deutlich zu erhöhen und damit auch für Starkregenereignisse gerüstet zu sein, wurde entlang der Theel von den Pavillons in der Innenstadt bis zur Höhe der Lkw-Einfahrt zur Mühle Juchem ein neuer Kanal verlegt. Der erste Teilbereich von 285 Metern ist mit dem Setzen und Anschließen des Abwasserbauwerks bereits fertiggestellt.

Erhöhte Kapazitäten

In den kommenden Wochen und Monaten müssen noch weitere 700 Meter Abwasserkanal verlegt werden. Parallel werden in der Tholeyer Straße derzeit umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Dabei wird die Kapazität der vorhandenen Kanäle und Anschlüsse vergrößert und die vorhandenen Regenüberläufe werden zurückgebaut. Bürgermeister Klauspeter Brill erklärt: „Gerade bei Starkregenereignissen besteht oftmals die Gefahr, dass die vorhandenen Kanalrohre an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Kanäle sind alt und der Durchlass zu gering. Mit der millionenschweren Baumaßnahme leistet der Ver- und Entsorgungszweckverband Lebach Abhilfe und sorgt dafür, dass sich kein Schmutz- und Abwasser auf den Wiesen und Flächen zurückstaut und in die Theel gelangt. Über die neuen Anschlüsse und die wesentlich größeren Kanäle wird das Schmutzwasser künftig zur Kläranlage in der Heeresstraße geführt.“

Wenn alles fertig ist, kann das komplette Schmutz- und Regenwasser vom Schützenberg und der Straße „Im Weiherchen“ über den neuen Kanal entsorgt und letztlich bis zur Kläranlage geführt werden. Die Baumaßnahme verbessert auch die Wasserqualität der Theel, da bei Starkregenereignissen nun weniger Mischwasser in die Theel gelangen wird.

Abschluss noch 2020

Dadurch, dass das Bauunternehmen Dittgen an verschiedenen Abschnitten gleichzeitig arbeitet, kann die komplette Maßnahme voraussichtlich bis Ende diesen Jahres abgeschlossen werden – geplant war ursprünglich Mai 2021. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro.

Im Nachgang zur Baumaßnahme möchte der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) das Baufeld als Radwegeverbindung zwischen Lebach und Eppelborn nutzen und entsprechend ausbauen. Derzeit laufen die Umweltverträglichkeitsprüfungen. Baubeginn soll laut LfS im kommenden Jahr sein.red./vw

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