Urban Art am JUZ

Stadtkunst mit verblüffender Wirkung

NEUNKIRCHEN Oberbürgermeister Jörg Aumann hat zusammen mit Edda Petri vom Kreativzentrum Kutscherhaus auf dem Parkplatz des Netto in der Süduferstraße in Neunkirchen die neue Fassadenmalerei an der Giebelwand des Jugendzentrums (JUZ) eingeweiht.

Zur Gestaltung der Wand konnte der bekannte Künstler Peeta, alias Manuel di Rita, aus Venedig in Italien gewonnen werden, wo er seit Anfang der 90er ein fester Bestandteil der italienischen Graffitiszene ist.

Seine Wandbilder, Leinwände und Skulpturen brechen klare, geometrische Formen auf zu temperamentvollen Metamorphosen aus Farbe und Form, aus Graffiti und abstrakter Malerei. Die Dreidimensionalität seiner Werke verschaffte ihm internationalen Erfolg.

So auch hier am JUZ, setzt sich doch aus der richtigen Perspektive die Fensterfront aus dem Gebäude heraus fort. Eine verblüffende Wirkung, die den Betrachter dazu verleitet, innezuhalten, zu schauen, zu stauen und sich an der Kunst im städtischen, im urbanen Raum zu freuen.

„Wir wollen mit diesem Projekt erreichen, dass wir einen niederschwelligen Zugang zu Kunst im urbanen Raum schaffen können“, erklärte dazu auch der OB. „Es gelingt dem Künstler, einer tristen Fassade Leben einzuhauchen. Wohl niemand kann sich der Wirkung dieses Kunstwerkes entziehen“, lobte Aumann die deutliche Aufwertung des Gebäudes.

Er dankte insbesondere der Eigentümerin des Gebäudes, Monika Kimmlinger-Barrois, die ihre Giebelwand zur Verfügung gestellt hat. „Ohne das Vertrauen der Eigentümer wären dieses und andere Projekte nicht möglich gewesen“, so der OB. „Der Satz „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ von Karl Ernst Osthaus basiert auf der Überzeugung, dass Kultur und Kunst einen entscheidenden Anteil an einer menschenwürdigen Gestaltung unserer Gesellschaft haben können und sollen. Diese Sichtweise teilen wir hier in Neunkirchen aus tiefer Überzeugung“, so Aumann weiter. „Großflächige Kunst im öffentlichen Raum, ob temporär oder dauerhaft, verändert nicht nur das Stadtbild, sondern bietet allen Bürgern des Quartiers niederschwelligen Zugang zu bildender Kunst. Das Quartier nördliche Innenstadt kann dadurch nur gewinnen und erfährt auf diese Weise zweifellos eine ästhetische Aufwertung. Neunkirchen setzt hier auch saarlandweit mit seiner Urban-Art-Gallery ein Zeichen.“

Das Fassadenbild am JUZ ist das zweite seiner Art in der Kreisstadt. jam

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de