Unternehmen können Anträge stellen

Überbrückungshilfen des Bundes müssen über Steuerberater beantragt werden

SÜDWESTPFALZ Die Industrie- und Handelskammer für die Pfalz (IHK) informiert, dass Unternehmen jetzt die Überbrückungshilfen des Bundes beantragen können, allerdings nicht selbst, sondern nur über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.

Das Portal zur Beantragung der Überbrückungshilfen wurde bereits freigeschaltet. Sobald die konkreten Rahmenbedingungen feststehen, wird die IHK unter www.pfalz.ihk24.de/corona neben Programmspezifischen Informationen eine Checkliste zur Verfügung stellen, mit der die notwendigen Angaben vorläufig erfasst werden können. So soll der Antrag über einen Steuerberater erleichtert werden, damit die Unternehmen Liquiditätshilfen schneller erhalten können, teilt IHK-Presseleiterin Sabine Fuchs Hilbricht mit.

Die Corona-Hotline der IHK ist unter Tel. (0621) 59041456 von 8 bis 16.30 Uhr freitags bis 15 Uhr erreichbar. Die für den Antrag nötigen Angaben sind vergleichsweise komplex, da die Höhe des Zuschusses von der Betriebsgröße, den Umsatzeinbrüchen der Monate März und April, der Umsatzentwicklung in den Monaten Juni bis August und von der nachweisbaren Höhe gewisser Fixkosten abhängt, erläutert Hilbrecht. Im Gegensatz zum ersten Rettungsschirm können nun auch Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern beziehungsweise Vollzeitäquivalenten den Zuschuss beantragen.

Solo-Selbständige und Unternehmen mit bis zu fünf Vollzeitäquivalenten erhalten maximal 9000 Euro. Unternehmen mit bis zu zehn Vollzeitäquivalenten erhalten maximal 15000 Euro und größere Unternehmen maximal 150000 Euro. Außerdem gibt es eine einzelfallbezogene Härtefallregelung.

Anträge können für die Monate Juni bis August gestellt werden, und zwar bis spätestens zum 31. August. Daher rät die IHK den Unternehmen, möglichst schnell den eigenen Steuerberater zu kontaktieren. Für Unternehmen, die noch keinen Steuerberater haben, stellt die Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz unter https//www.sbk-rip.de/mein-steuerberater eine Suchmöglichkeit nach örtlichen Steuerberatern zur Verfügung. Auch die Kosten für den Steuerberater sind förderfähig. Die Anträge werden aus dem bestehenden Portal an die zuständige Institution in den Bundesländern weiter geleitet.

Die IHK empfiehlt außerdem, regionale Fördermöglichkeiten zu beobachten. So haben zum Beispiel verschiedene Städte eigene Förderprogramme aufgelegt, um die regionale Wirtschaft beziehungsweise einzelne Branchen wie Kulturschaffende zu unterstützen.rb

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