Unentbehrlich für die Gesellschaft

Ehrung der Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen Jahr und Bundesfreiwilligendienst

NEUNKRICHEN In der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof sind mehr als 100 Freiwillige für ihr soziales Engagement geehrt worden.

Die Jugendlichen absolvierten oder absolvieren noch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BuFDi) über die Marienhaus Holding gGmbH oder die Sozialen Lerndienste des Bistums Trier.

„Es ist großartig, so viele junge Menschen zu sehen, die einen Freiwilligendienst machen“, sagte Monika Bachmann, Saarlands Ministerin für Gesundheit, Familie, Frauen und Soziales, „Menschen, die einen Freiwilligendienst machen, sind bereit, sich für die Gesellschaft zu engagieren, für die Schwächeren.“ Die Freiwilligendienste seien kein Ersatz für Fachkräfte, sagte die Ministerin in ihrer Rede. „Sie sind wichtig und leisten unersetzbare Unterstützung an ihren Einsatzorten. Sie setzen freiwillig ihre Energie für Arbeit ein, die gar nicht zu bezahlen ist.“

Erfahrungen fürs Leben

Die Jugendlichen erhielten eine Urkunde sowie eine Rose als Dank für ihre Dienste. Johannes Ernsdorf, Bildungsreferent bei den Sozialen Lerndiensten verglich die Bedeutung der Freiwilligendienste mit den Kommunal- und Europawahlen im Mai. „Möchte ich nur passiv sein und andere machen lassen oder lieber aktiv Zukunft gestalten und direkt für und bei dem Menschen sein? Durch euren Einsatz seid ihr unentbehrlich für die Gesellschaft und die in den Einsatzstellen gemachten Erfahrungen prägen euch ein Leben lang.“

Die beiden 19-jährigen Finn Ehm und Lena Karslyan haben ihren Freiwilligendienst in der Landesaufnahmestelle der Caritas in Lebach absolviert. Für Finn war es eine bewusste Entscheidung: „Ich wollte da hin und mir angucken, welche Menschen da wie leben“, sagte er. Die Arbeit in der Flüchtlingsberatung und bei der Hausaufgabenbetreuung habe ihm großen Spaß bereitet. Auch Lena nimmt viel aus ihrem Freiwilligendienst mit. „Ich will nach dem Dienst soziale Arbeit studieren und wer weiß – vielleicht kehre ich ja irgendwann in die Landesaufnahmestelle zurück, um dort zu arbeiten“, sagte sie.

Derzeit gibt es im Saarland 44 Freiwillige, die einen Dienst über die Sozialen Lerndienste des Bistums Trier machen. Davon sind zehn Freiwillige über 27 Jahre alt. Ein Freiwilliger stammt aus Bolivien und absolviert derzeit seinen Dienst im Café Exodus in Saarbrücken.

Die Sozialen Lerndienste bieten rund 400 Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr und etwa 180 Bundesfreiwilligendienst-Stellen an. Bewerben kann man sich jederzeit, ein monatlicher Quereinstieg ist immer möglich.

Weitere Informationen zu den Freiwilligendiensten auf www.soziale-lerndienste.de.red./ct

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