Übungen, Einsätze und zwei Jubiläen

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gersheim

GERSHEIM Sieben kleinere Brände, drei technische Hilfeleistungen und neun Fehlalarme standen in der Einsatzstatistik der 30-köpfigen Gersheimer Feuerwehr.

Löschbezirksführer Pascal Weintraut konnte in der Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses jedoch eine nur durchwachsene Bilanz beim Übungsbesuch vermelden. Hier müsse ein größeres Engagement an den Tag gelegt werden, um weiterhin dem Auftrag gerecht zu werden. Mit der Teilnahme an 17 Übungen verzeichnete Markus Schneider den besten Besuch, gefolgt von Mathias Rekowski, der 16 Mal dabei war.

Gemeinsam mit der französischen Partnerwehr, von denen er deren Leiter Bruno Lett an der Spitze einer kleinen Delegation bei der Versammlung begrüßen konnte, wurde in Gersheim ein Übung durchgeführt. Eine zweite Übung fand in Frankreich statt. Zudem seien Verkehrssicherungsmaßnahmen bei der Trofeo, dem Martinszug und eine Brandwache beim Biosphärenfest durchgeführt worden. Auch das Federweißerfest sei ein Erfolg gewesen.

Weintraut kündigte zwei Jubiläen an. Zum einen feiere die eigene Wehr ihr 150-jähriges Bestehen, 5. bis 7. Oktober, und die Partnerwehr im niedersächsischen Neunkirchen ihren 135. Geburtstag. Dazu soll eine Mehr-Tages-Fahrt rund ums Jubiläums-Wochenende, 2. und 3. Juni, organisiert werden.

Auch die Jugendwehr war aktiv

Jugendfeuerwehrbeauftragter Marco Decker, der die Nachwuchswehr mit sieben Mitgliedern leitet, berichtete von 23 Übungsabenden. Dabei seien die Schwerpunkte auf die Brandbekämpfung, Fahrzeug- und Gerätekunde sowie die praktische Durchführung eines Löschangriffes, der Umgang mit der Steckleiter, der Pumpe und des Notstromaggregates gelegt worden.

„Mit der 17. Teilnahme an der landesweiten Umweltsäuberungsaktion Saarland picobello haben die Jugendfeuerwehrangehörigen ihren ganz persönlichen Beitrag zum Umweltschutz geleistet“, so Decker.

Beim internationalen Freundschaftsfest im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim habe man die Wasserrutsche auf den Grabhügeln betreut. Die Schlauchbootübung auf dem Rohrentalweiher in Rubenheim, ein Schwimmbadbesuch, die Hilfe beim Hydrantenwinterdienst und die Weihnachtsfeier rundeten das Jahresprogramm ab.

Bürgermeister Alexander Rubeck kündigte die Anschaffung eines neuen, für die gesamte Wehr strategischen Fahrzeug, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (kurz: HLF) 20/20 an. Dies soll die jetzigen beiden über 20 Jahre alten Einsatzwagen ersetzen. Er appellierte an die Wehr dafür zu sorgen, dass die Zahl der einsatzfähigen Atemschutzgeräteträger zu erhöhen. Auch Wehrführer Stefan Lugenbiel unterstützte das Gemeindeoberhaupt, forderte mehr Geräteträger, damit sich die Schlagkraft der momentan aus 280 Mitgliedern bestehenden Gemeindewehr mit ihren zehn Löschbezirken erhöhe.

Nach dem Hochwasser zum Jahresbeginn wünschte er sich, dass auch im Bereich der Bickenalb Marken installiert werde. „Das ist wichtig, um den Wasserstand wie bei der Blies abrufen zu können, um auch rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können“, so Gersheims erster Feuerwehrmann.

Ortsvorsteher Steffen Lauer dankte der Wehr für die Ehrenwache am Kriegerdenkmal beim Volkstrauertag. Er attestierte ihr gute Arbeit und dankte allen Angehörigen für den hohen selbstlosen Dienst an der Dorfgemeinschaft, was keinesfalls selbstverständlich sei. ott

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