Überstunden für die 3D-Drucker an der GSS

BLIESKASTEL An der Geschwister-Scholl-Schule werden seit einigen Wochen sogenannte „Faceshields“ produziert. Die Klarsichtmasken für das Gesicht werden mit dem 3D-Drucker hergestellt und verschiedenen Organisationen kostenlos zur Verfügung gestellt. Fehlende Schutzausrüstung für Ärzte, Pflegepersonal oder Rettungsdienste – eigentlich undenkbar in Deutschland. Zu Beginn der Corona-Pandemie sah sich das medizinische Personal dennoch mit der Situation konfrontiert, dass die Lagerbestände an diverser Schutzausrüstung wie Atemmasken oder Gesichtsmasken nicht ausreichten. In dieser schwierigen Situation wird durch private Initiative Hilfe angeboten: Schulen, Firmen und Privatpersonen vernetzen sich und nutzen die moderne Technik des 3D-Drucks, um Gesichtsmasken nach kostenlosen CAD-Vorlagen aus dem Internet zu produzieren. Diese bestehen aus der ausgedruckten Kunststoffhalterung, einer durchsichtigen Folie und einem elastischem Gummiband. Bisher wurden ca. 30 Exemplare an der Schule in Blieskastel hergestellt und die Produktion läuft weiter. „Bei den schuleigenen Gesichtsmasken handelt es sich nicht um ein zertifiziertes Medizinprodukt“, so Mathias Glahn, Projektleiter der Schule. Daher werden die Gesichtsschilder unentgeltlich und unter Ausschluss jeglicher Haftung an verschiedene Organisationen (u.a auch Förderschulen oder Kitas) verteilt. Unterstützt wurde die Schule von Sporttoto Saarland. Unser Foto zeigt die Übergabe von zehn „Faceshields“ an Notfallsanitäter Frederic Klein (r.) und das Team des DRK-Ortsvereins Blieskastel Mitte.

red./jj / Foto: Glahn

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