Über Kriegsereignisse und Bräuche

Ausgabe 1/2020 der „Saarlouiser Hefte“ im Felten-Verlag erschienen

SAARLOUIS In diesen Tagen gehen die Saarlouiser Hefte des Felten-Verlages in ihr viertes Erscheinungsjahr und wieder einmal ist es den Machern gelungen eine Ausgabe zu schaffen, bei der der heimatkundlich-historische Leser wieder auf seine Kosten kommen wird.

„Saarlautern bridgehead on 2th to 6th december 1944“

Der erste Beitrag des neuen Heftes ist die Weiterführung des Aufsatzes „Saarlautern bridgehead on 2th to 6th december 1944“ in Heft 4/2019 und stammt von Herausgeber Volker Felten. Er befasst sich im Speziellen mit den Ereignissen vom 4. bis 6. Dezember 1944, als es den Amerikanern gelang, während der schweren Kämpfe um die Saarbrücke im Kriegswinter 1944/45 auf der Ostseite des Flusses dauerhaft Fuß zu fassen. Wieder konnte auf das bislang unbekannte Quellenmaterial der Infanterie-Schule Fort Benning, USA, zurückgegriffen werden.

Im zweiten Beitrag „Alte Bräuche in Beaumarais“ zeichnet Esther Reichmann ein Bild längst vergangener Tage im dörflichen Miteinander im Saarlouiser Stadtteil. Sie weckt Erinnerungen an eine Zeit, in der sich die Bewohner des Ortes noch alle kannten und ein reges Miteinander, statt Gegeneinander üblich war. Da ist vom „Lehenausrufen“ die Rede, von „Lehenbällen“ und vom „Maibaumsetzen“; alles Dinge, womit man heutzutage in Zeiten von Facebook, Instagram und Twitter keine jungen Leute mehr erreichen kann. Wen dieser Menschen interessiert es noch, ob man – wie damals gang und gäbe – zukünftigen Ehepaaren, von denen ein Teil verwitwet war, ein „Schalwari“-Ständchen brachte? Alles in allem ist es Esther Reichmann gelungen, ein schönes Stück alter Dorftradition in Erinnerung zu bringen.

Der dritte Aufsatz stammt dann wieder aus Volker Feltens Feder und befasst sich näher mit der „Porte de France“, dem „Französischen Tor“, in Saarlouis, seinem architektonischen Aufbau und seiner taktischen Bedeutung für die Festung.

Baurat Peter Focht – den Allerwenigsten bekannt

Im vierten Beitrag wird an einen Menschen erinnert, der das Stadtbild von Saarlouis geprägt hat, wie kaum ein anderer und heutzutage trotzdem nur den Allerwenigsten bekannt ist: Baurat Peter Focht.

Esther Reichmann hat sich auf die Spuren des gebürtigen Wallerfangers gesetzt und wieder „Einmaliges“ herausgefunden, was das Leben und das Werk des Nachkriegsbaurats in Saarlouis betrifft.

Zu erhalten ist das neue „Saarlouiser Heft“ für 4,95 Euro ab sofort bei Pieper und „Bock & Seip“ in Saarlouis.red./ti

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