Über ein Universalgenie

Kino achteinhalb zeigt die Doku Bazon – Ernste Scherze

SAARBRÜCKEN Unter der Überschrift „Kunst und Philosophie“ zeigt das Kino achteinhalb am Mittwoch, 21. März, 20 Uhr, „Bazon – Ernste Scherze“ – einen Psychodokumentarmusikfilm über Bazon Brock, faszinierender Philosoph, Kunst- und Gesellschaftskritiker, Provokateur. Harald Falckenberg nennt ihn Universalgenie. In Bazon Brocks Berliner „Denkerei“, dem „Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen“, zuhause in Wuppertal, im Garten, bei Auftritten in Museen, Kunsthäusern, Universitäten, im ZKM Karlsruhe, im Cabaret Voltaire Zürich und in Salzburg mäandert die Kamera durch seine Gedankenwelt, die sich zwischen Wagner, Nietzsche bis Sloterdijk, Neo Rauch, Uli Hoeneß, Parcifal und Hausfrauen bewegt. Assoziative Künstler feiern die Poesie, und die Unlogik, Tiere, darunter viele Vögel, schauen zu. Bazon: alles ist Kontrafakt „kitzelnde Autonomie“ und Musik.“ (Peter Sempel)

Lebendig und begeisterungsfähig

Wenn der Hamburger Filmemacher Peter Sempel – unvergessen sein wunderbares Porträt des 2015 verstorbenen Motörhead-Frontmanns Lemmy Kilmister – ein neues Filmprojekt angeht, dann handelt es sich oft um Personen aus dem Kulturleben, die Sempel faszinieren. Jonas Mekas etwa, der New Yorker Avantgarde-Regisseur, oder Nina Hagen, über die Sempel einen „psychodocumentarymusicfilm“ drehte. Wenn man es genau nimmt, sind eigentlich alle Filme von Peter Sempel „psychodocumentary“ – das liegt an diesem unbändig lebendigen, begeisterungsfähigen Regisseur, der seit 35 Jahren Filme macht. Sein neuer Film Bazon – Ernste Scherze ist ein – wie immer – ureigenes Porträt des emeritierten Ästhetik-Professors und Kunsttheoretikers Bazon Brock. (Die Welt)

Der Regisseur Peter Sempel ist zum Filmgespräch anwesend. red./sh

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