Trauerschnäpper-Paar nistet

Seltene Vogelart auf dem Gnadenhof Eiweiler

EIWEILER Trauerschnäpper sind Zugvögel, die in Afrika überwintern. Die negativen Folgen des Klimawandels lassen sich bei dieser Art leider sehr gut feststellen. Die kleinen Singvögel können nicht erahnen, dass der Frühling auf Grund der Erderwärmung mal wieder früher einsetzt.

Trauerschnäpper konkurrieren daher um geeignete Nistplätze u. a. mit verschiedenen Meisenarten, was sich für sie sehr nachteilig auswirkt, da sie als Langstreckenzieher erst sehr spät ihre Reviere besetzen können. Oft sind die besten Brutplätze dann bereits an Standvögel vergeben.

Auf dem Gnadenhof in Heusweiler-Eiweiler hat ein Pärchen jetzt dennoch einen freien Nistkasten gefunden.

Wie so oft, leitet sich der Name des Vogels von seinem Äußeren ab. Doch auch beim Trauerschnäpper gilt: Die Kleider sehen unterschiedlich aus und nur eins zeigt eine Verbindung zum Namen: Das ausgewachsene Männchen trägt überwiegend „Trauer“, also Schwarz (mit etwas Weiß), und auch hier gibt es sehr bräunliche Individuen, die eigentlich weniger an Trauer erinnern.

Das Foto zeigt das männliche Tier mit einer eher bräunlichen Variante.

Die Art ist vielerorts inzwischen selten und wird bundesweit als gefährdet in der roten Liste geführt!red./tt

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