Träume, Ängste und Begierden

KEB Ausstellung zeigt surrealistische Kunst von Roy Gangi und Vladimir Nikitin

DILLINGEN Roy Gangi und Vladimir Nikitin unterscheiden sich und haben Gemeinsamkeiten. Jetzt stellen sie gemeinsam in der KEB-Galerie im Oswald-von-Nell-Breuning-Haus unter dem Titel „Wo Fantasien sich begegnen“ einen Querschnitt ihrer surrealistischen Kunst aus.

Roy Gangi lebt und arbeitet in Beckingen und steht in der Tradition der Surrealisten des 20. Jahrhunderts und greift Motive aus seiner sizilianischen Heimat auf. Vladimir Nikitin, der in Sibirien aufgewachsen ist und in Saarlouis lebt und arbeitet, war Berufsmaler in Russland und Bühnenmaler in Moskau.

In der Ausstellung begegnen sich Fantasien unterschiedlicher Herkunft, und auch die Fantasien der Betrachter spielen keine kleine Rolle.

Roy Gangi lässt seine Figuren regelrecht in ganze weitläufige Landschaften hineinwachsen. Sie werden Teile der natürlichen und kulturellen Umgebung, lassen sich dadurch aber nicht allein verändern, sondern ihr Eingriff in die Umwelt prägt diese mit.

Vladimir Nikitin hat erkennbare Freude am Ausprobieren von Farben und Kompositionen inklusive grafischen Wirkungen.

Dabei fehlt es ihm nicht an Humor, auf dem allerlei gedeihen kann. Seine Bilder sind oft aufwendig, sehr kreativ und geschmackvoll gerahmt. Er will mit seiner Kunst Freude erwecken, vielleicht auch Trost spenden. Nach der Vernissage, die Nassir Jeremie Yassin mit klassischer Gitarrenmusik umrahmte, waren die Besucher schnell im Gespräch über die Bilder.

Die Ausstellung dauert bis 31. Oktober im Oswald-von-Nell-Breuning-Haus, Dillingen, Friedrich-Ebert-Straße 14: Montag bis Donnerstag acht bis 16 Uhr, Freitag acht bis 13 Uhr. red./am

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