Total spannende Geschichten

Im Köllertaler Jahrbuch 2020 sind historische Fakten und persönliche Erinnerungen nachzulesen

Riegelsberg. Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter dem Team der Köllertaler Jahrbuchredaktion. Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie ist es den Köllertaler Heimatkundlern unter der Leitung von Monika Jungfleisch gelungen, auch für das zurückliegende Jahr ein spannendes Jahrbuch voll mit historischen Erinnerungen und Ereignissen rund um das Jahr 2020 auf die Beine zu stellen.

Insgesamt 17 Autorinnen und Autoren haben mitgearbeitet. Fest im Blick hatte das Redaktionsteam dabei Jubiläen, die zum Beispiel 150 Jahre zurückliegen, wie der deutsch-französische Krieg, den viele zwar vor allem rund um den Spicherer Berg verorten, der aber durchaus auch im Köllertal Spuren hinterlassen hat. Hierzu hat Georg Fox interessante Tagebuchnotizen von Wilhelm Klein aus dem Jahr 1870 aus Heusweiler ausgewertet. Prof. Dr. Joachim Conrad hat Köllertaler Kirchenbücher durchstöbert und mit Blick auf das 2020 ausgerufene „Saarhundert“ einen kurzweiligen Blick auf 100 Jahre saarländische Geschichte ­zusammengestellt.

Aus unterschiedlichen

Blickwinkeln

Der Zweite Weltkrieg mit all seinen grausamen Auswirkungen auf die Heimat lässt auch im 75. Jahr nach seinem Ende das Jahrbuchteam nicht los. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähert sich Margit Bramer in ihren Gesprächen mit Zeitzeugen der Frage, wie sie die letzten Kriegstage 1945 erlebt haben. Jürgen Conrad schildert seine eigenen Erfahrungen bei der Rückkehr aus der 2. Evakuierung 1945. Jörn Wallacher schildert anhand eines Briefes, der am Forsthaus Pfaffenkopf in einem Brunnen versteckt wurde, die Sicht des Försters Richard Wagner auf die letzten Kriegstage. Stephan Lehberger zitiert aus dem Tagebuch seines Vaters, der seine beschwerliche Rückkehr von der Ostfront in die Heimat beschrieben hat. „Total spannende Geschichten, die sicherlich vielen unserer Leserinnen und Leser unter die Haut gehen werden. Haben sie doch vieles davon selbst erlebt,“ erklärt Redaktionsleiterin Monika Jungfleisch.

Ein reich bebilderter Rückblick über „ein Jahr Corona im Köllertal“ darf natürlich auch nicht fehlen. Neben diesen vier historischen Schwerpunktthemen blickt das Jahrbuch 2020 auch auf die erste urkundliche Erwähnung der Ortsteile Güchenbach und Überhofen vor 700 Jahren zurück.

Reich bebilderter Rückblick

auf das Jahr 2020

Oder auf 100 Jahre Baden unter freiem Himmel, auf 60 Jahre Klosterkirche Heilig Kreuz, auf 50 Jahre grenzüberschreitende Freundschaft zwischen Riegelsberg und Gisors und auf den Wandel der Kirchstraße in den 50er und 60er Jahren, auf das Leben des Riegelsberger Malers Max Heintz und auf die trotz Corona stattgefundenen Konzerte im Kulturbahnhof Püttlingen.

Wie in den Jahren zuvor werden auch die wichtigsten Ereignisse der Jahres 2020 im Köllertal zusammengestellt, die mit Blick auf die geplante Neuansiedlung im ehemaligen Laminatwerk mit spektakulären Luftaufnahmen von Eiweiler gekrönt ­werden.

Abgerundet wird das Jahrbuch mit Gedichten und der Vorstellung bedeutender Persönlichkeiten aus dem Köllertal, wie Friedrich Breinig, dem letzten Bergwerksdirektor aus dem Köllertal und der neuen Polizeivizepräsidentin Natalie Grandjean, die zweitranghöchste Polizistin im Saarland. Ausführlich stellt das Jahrbuch den Holzer Maler Karl Haus vor, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte und dessen Werke in einer großen Werkschau auf Initiative von Klaus Ollinger im Heusweiler Rathaus ausgestellt werden.

Im Buchandel erhältlich

Das Köllertaler Jahrbuch 2020 kann zum Preis von 12 Euro in den Buchhandlungen und Schreibwarengeschäften sowie im Kulturbahnhof Püttlingen erworben werden. Ältere Ausgaben können gerne nachbestellt werden unter Tel. (06806) 2355.red./dos

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de