Tor zur römischen Welt

Ausstellung über das antike Patara in Lykien

SAARBRÜCKEN Im Südwesten der heutigen Türkei liegt die Landschaft Lykien, die als Provinz unter Kaiser Claudius in das Imperium Romanum integriert wurde. Patara, einer der bedeutendsten Handels- und Hafenorte der Region, war der Sitz der römischen Statthalter in Lykien. Seit 1988 erforschen Archäologen und Epigraphiker die Stadt, deren Ausgrabung 2018 ihr 30. Jubiläum feiert.

Die aktuelle Ausstellung im Saarbrücker Museum für Vor- und Frühgeschichte am Schlossplatz zeigt die Spuren der römischen Herrschaft, aber auch die regionalen lykischen Besonderheiten von einzigartigen Monumenten bis hin zu Zeugnissen des Alltagslebens. Eine abwechslungsreiche Mischung verschiedener Kunstgattungen wie Münzen, Ikonenmalerei, Pilgersouvenirs, Reliefs und Skulpturen fügt sich zusammen zu einem facettenreichen Bild der Geschichte, der Alltagskultur und der Kunstproduktion einer antiken Stadt.

Patara galt in der Alten Welt als eine der berühmtesten Orakelstätten und weckte aufgrund der wirtschaftlichen Gunstlage die Begehrlichkeiten zahlreicher Herrscher, von Alexander dem Großen über die Diadochen bis zu den Kaisern des Römischen Imperiums.

Unter den ca. 140 Exponaten befinden sich spektakuläre Leihgaben wie der fünf Zentner schwere Bleianker eines antiken Handelsschiffs, kostbare Theatermasken aus Terrakotta und der Papyrus-Kaufvertrag über eine Sklavin aus Patara.

Die Ausstellung „Patara – Lykiens Tor zur römischen Welt“ ist noch bis zum 23. September zu sehen.red./tt

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