Teilhabe durch Digitalisierung in Corona-Zeit

Spezielle Tablets von der IKK Südwest für die Bewohner des Wohnstift Myosotis

BRITTEN Die IKK Südwest bietet Senioren- und Pflegeheimen im Saarland, in Hessen und Rheinland-Pfalz Tablets mit speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittener Software und Kontaktmöglichkeit per Skype an. Durch Corona und den damit verbundenen Besuchsverboten hat diese digitale Unterstützung der Pflege schnell eine wichtige Bedeutung bekommen.

IKK Südwest-Vorstand Prof. Dr. Jörg Loth und Gesundheitsministerin Monika Bachmann überzeugten sich im Losheimer Wohnstift Myosotis persönlich, wie sinnvoll das Projekt der Firma „Media4care“, die die Tablets ausrüstet, ist.

Kein Corona-Fall

Heim-Geschäftsführer Frank Simon ist die Erleichterung darüber anzumerken, dass bisher weder die Bewohner noch die Pflegekräfte seiner Einrichtung erkrankt sind. Dafür wurden, wie in vielen anderen Einrichtungen auch, umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: zunächst keinerlei persönliche Kontakte mit Außenstehenden, um das Corona-Virus auch weiterhin aus dem Pflegeheim rauszuhalten.

„Für die Pflegebedürftigen war die Einsamkeit oft das größte Problem. Viele, gerade demenziell Erkrankte, verstehen zudem nicht, was da gerade geschieht und haben natürlich dadurch vielfach eine zusätzliche seelische Belastung erfahren müssen“, so der Geschäftsführer der Einrichtung, Frank Simon.

Daher erfolgte die digitale Unterstützung durch die IKK Südwest genau zum richtigen Zeitpunkt: „Wir waren wirklich erstaunt, wie positiv die Be-wohner die Tablets angenommen haben. Es waren keine Berührungsängste erkennbar, sondern vielmehr Freude darüber, die Geräte unter unserer Begleitung sofort auszuprobieren zu dürfen und damit in diesen oft so schwierigen Zeiten ein Tor zur Außenwelt zu hatten. Auch die Möglichkeit, spielerisch die Gesundheit zu fördern war für viele eine ganz besondere Motivation“, so Altenpflegerin Birgit Frantz, die gemeinsam mit ihrem Team und den Bewohnern erfolgreich mit den Tablets arbeitet.

Erfolgreicher Projekt-Start

Die spezielle Software ist den Bedürfnissen der Senioren angepasst, enthält Spiele, Quiz, Lieder, Bewegungsangebote und vieles mehr, was die Betreuungsarbeit unterstützt.

IKK Südwest-Vorstand Prof. Dr. Jörg Loth zeigt sich vom erfolgreichen Projekt-Start erfreut und zugleich stolz – nicht zuletzt auch aufgrund seiner ganz persönlichen Verbundenheit mit dem Projekt-Standort: „Natürlich ist es etwas Besonderes, dass unser wertvolles Projekt auch in meiner Hei-matgemeinde so positiv angenommen. Das bestätigt unsere Erfahrungen in den anderen Regionen, sodass wir uns sehr schnell entschlossen haben, die für „Media4Care“ geplanten 100 Geräte auf 200 zu erweitern.“

Unterstützung findet das Projekt daher aus vielerlei Gründen auch durch die die Direktorin der Landesmedienanstalt des Saarlandes, Ruth Meyer, und sogar durch die saarländische Landesregierung.

Gute Versorgung

„Mir ist es als Gesundheits- und Sozialministerin nicht nur wichtig, dass die Menschen in Pflegeeinrichtungen medizinisch und pflegerisch gut versorgt sind. “, erklärt Gesundheitsministerin Monika Bachmann beim gemeinsam Austausch.

Vorstand Prof. Dr. Loth ergänzte daraufhin mit Blick auf zahlreiche zufriedene Gesichter abschließend: „Natürlich ersetzt der virtuelle Raum nicht den direkten Kontakt und auch nicht die heilsame Berührung einer Betreuungsperson. Dennoch haben wir ein digitales Gesamtpaket zur Seniorenbetreuung im Saarland etabliert, das den Heimalltag sinnvoll ergänzt und von dem alle profitieren. Darauf sind wir stolz“.

red./ti

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