Sylter Strandkorbgeschichten

Gespräche, Kuchen und Geschichten bei der ersten Rimschweiler Kaffeetafel

RIMSCHWEILER Fast 100 Besucher quer durch alle Generationen genossen das Zusammensein bei der ersten Rimschweiler Kaffeetafel. Hinter dem Dorfgemeinschaftsschaftshaus erklang munteres Stimmengewirr. Bei herrlichem Sonnenschein versammelte sich in dem kleinen Garten Senioren und Familien an der ersten Kaffeetafel, zu der die Rimschweiler LandFrauen eingeladen hatten.

Erinnerungen wurden ausgetauscht. Alte Bekannte freuten sich über ein Wiedersehen. Auf dem leeren Asphaltplatz dahinter amüsierten sich die Kinder mit Straßenmalkreide und Seifenblasen. Immer wieder wechselte die Besetzung der fünf Biergarnituren, weil die einen gingen, die nächsten kamen, sich Bekannte umsetzten, um mit anderen ein Schwätzchen zu halten. Die Kaffeetafeln waren weiß eingedeckt und mit kleinen, bunten Blumensträußen liebevoll geschmückt.

Petrus war dem kleinen Dorfcafé hold. Besonders die köstlichen, wunderschön gestalteten Torten, doch auch die herzhaft gefüllten Hefeschnecken und die Obstkuchen fanden reißenden Absatz. „Mit so vielen Gästen hatten wir nicht zu rechnen gewagt“, freuten sich die engagierten Gastgeberinnen über den Ansturm.

„Richtig gemütlich ist es hier“, fand auch Sarina Keller. Die Zweibrücker Autorin machte es sich in dem weißen Schaukelstuhl bequem und las zwischendurch immer wieder aus ihren „Sylter Strandkorbgeschichten“ vor. Natürlich ging es um kulinarische und um Familienerlebnisse wie in „Hörnumer Spaghetti à la Papa“. Zum Abschluss erinnerte die 42-jährige Wortmagierin, die mit ihren Worten und mit ihrer einfühlsamen Stimme Stimmungen zaubert, mit ihrer „SylterStrandkorbSlowSchlemmerei“ an den langsamen, bewussten Genuss. „Sie liest einfach super“, die Rimschweilerin Heidi Schreiber war von der Lesung ebenso begeistert wie von der super Idee der Kaffeetafel. Rosalie Zeiter, die erst vor kurzem in den Zweibrücker Ortsteil gezogen ist, lernte hier gleich viele Gleichgesinnte kennen. Für Tanja Kreitner-Gajewski waren die Nordseegeschichten wie ein Kurzurlaub am letzten Ferienwochenende. „Man sieht, es, man riecht es, und kennt die Geschichten mit den Kindern aus dem eigenen Alltag“, lachte die Mutter.

Sie war von dem Engagement der Rimschweiler LandFrauen rund um die Vorsitzende, Susanne Jaenicke, so begeistert, dass sie gleich einen Mitgliedsantrag ausfüllte. „Wir haben einige neue Interessenten gewonnen“, bestätigte Schriftführerin und Pressesprecherin Sandra Steinmanis den zusätzlichen Werbeeffekt für den Verein. Die Gastgeberinnen freuten sich besonders über die vielen, guten Gespräche und das große Lob von allen Seiten und den enormen Zulauf quer durch alle Generationen, zumal parallel dazu Hochzeiten im Ort stattfanden.

„Es wird auch im kommenden Jahr eine Kaffeetafel im Garten hinter dem Gemeinschaftshaus geben“, versprachen die LandFrauen. Termin soll abermals der letzte Samstag in den Sommerferien sein.cvw

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