Studierende entwickeln Website

ZW-vernetzt ein gelungenes Beispiel für Angewandte Wissenschaft mit lokalem Bezug

ZWEIBRÜCKEN Für Studierende ist es besonders motivierend, wenn Projekte und Arbeiten, die sie im Studium durchführen nicht nur als Studien- oder Prüfungsleistung in ihr Abschlusszeugnis eingehen, sondern zusätzlich auch noch direkt in der Praxis Verwendung finden. An einer Hochschule für Angewandte Wissenschaft wie der Hochschule (HS) Kaiserslautern sind deshalb die Studiengänge jeweils so konzipiert, dass bereits während des Studiums konkreter Praxisbezug auf verschiedenen Wegen hergestellt wird.

Ein erstklassiges Beispiel hierfür ist das Projektergebnis, das eine Gruppe von drei Studenten der Zweibrücker Studiengänge Angewandte Informatik und Medieninformatik erzielt hat: Betreut von Prof. Dr. Jörg Hettel vom Zweibrücker Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik hat sie für die lokal aktive Gruppe „ZW-vernetzt“ eine komplexe und komplette Website konzipiert, erstellt und implementiert, die als www.zw-vernetzt.de nun online ist.

„Alle unsere Studierenden müssen im 5. Fachsemester ein anspruchsvolles und praxisnahes Studienprojekt absolvieren,“ skizziert Professor Hettel die Ausgangslage. Auf Anregung von Dr. Stefan Paul, Mitglied der Gruppe ZW-vernetzt und zudem als Lehrbeauftragter im berufsbegleitenden Studiengang IT-Analyst an der Hochschule tätig, wurde in diesem Jahr u.a. auch das Website-Projekt in die Themenliste mit aufgenommen und schließlich von den Studierenden Mirco Ohrenberg, Domenic Limbach und Anton Ziereisen als Team-Projekt ausgewählt und umgesetzt.

„Wir sind ein Zusammenschluss Zweibrücker Bürger und als solcher aktiv für Klima- und Umweltschutz,“ erläutert Stefan Paul die Ziele von ZW-vernetzt. „Obwohl es vor Ort bereits eine Vielzahl von im Klimaschutz sehr engagierten Vereinen, Gruppen und Initiativen gibt, haben wir feststellen müssen, dass auf lokaler Ebene eine gemeinsame Plattform fehlt, worüber sich Gruppen effizient und effektiv austauschen und gegenseitig unterstützen können“, erklärt Paul.

Und genau diese Plattform für gegenseitigen Austausch und darüber hinaus auch zur Anregung neuer Initiativen sollte mit der Website durch das Studienprojekt geschaffen werden. Fachlich war das Projekt für die Studenten eine besondere Herausforderung, da sie nicht nur eine Website, sondern eigentlich ein komplettes Autoren- und Redaktionssystem entwickeln mussten.

„Dabei war es das Ziel, eine Seite zu erstellen, die für alle Altersgruppen funktioniert, also Menschen von 9 bis 99 anspricht. Die Website sollte sowohl funktional als auch gleichzeitig einfach und leicht aufgebaut sein,“ erklärt Dr. Paul einige der Spezifikationen des Projektes. Dabei war die HS Kaiserslautern nicht nur in Person der Studierenden an dem komplexen Entwicklungsprozess der Website beteiligt, sondern neben den Betreuern Prof. Dr. Hettel und Dr. Paul war mit Alexander Nentschel auch noch ein Alumni der Hochschule für technische Fragen unterstützend tätig.

Das Arbeitsergebnis, die nunmehr fertige Website, wird bereits intensiv genutzt und hat die Erwartungen deshalb bisher mehr als erfüllt. ZW-vernetzt denkt jedoch bereits über mögliche weitere Optimierungen in Zusammenarbeit mit der Hochschule nach: „So könnte man die Seite im Rahmen weiterer Projekte erweitern oder verbessern, z. B. die Usability auf die Zielgruppe der Senioren ausrichten oder die Seite barrierefrei gestalten,“ blickt Dr. Paul in die Zukunft. „Für Studierende sind derartige Projekte mit HS-externen Partnern und ganz realem Arbeitsergebnis immer besonders spannend und auch im Hinblick auf den späteren Beruf äußerst wertvoll. Sie müssen Projekttermine exakt einhalten, einem Kunden Rede und Antwort stehen, im Team Probleme lösen und sehen dafür am Ende ihr Produkt tatsächlich in Produktion gehen“, fasst Professor Hettel einen weiteren Aspekt des Projektes zusammen.

So freuen sich alle Beteiligten über die erfolgreiche Kooperation und sehen noch reichlich Potential für deren Fortsetzung.

Weitere Infos im Internet unter www.zw-vernetzt.de.red./dos

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