Streifenhyänenreservat im Zoo

Förderprojekt des Zoovereins Neunkirchen offiziell eröffnet

NEUNKIRCHEN Nach knapp zehnmonatiger Bauzeit und viel Schweiß seitens des Zoo­teams infolge der umfangreichen Eigenleistungen ist es geschafft: Das Streifenhyänenreservat im Neunkircher Zoo ist offiziell eröffnet. Damit wurde mit einer weiteren faszinierenden Tierart in einem tiergerechten Zuhause eine weitere Attraktion für die Zukunft im Zoo der Kreisstadt Neunkirchen geschaffen.

„Unser Zoo ist ohne Frage eines der touristischen Aushängeschilder der gesamten Region und dadurch ein wichtiger Imageträger für Neunkirchen. Mit dem Streifenhyänenreservat werden wir seine Anziehungskraft sicher noch steigern können“, freut sich auch Oberbürgermeister Jürgen Fried.

Kati und Lionel – ein zukünftiges Traumpaar?

Der Neunkircher Zoo gehört zu den lediglich fünf deutschen Zoos, die Streifenhyänen halten. Das Weibchen Kati (14 Jahre alt) lebt seit einem knappen Jahr als Untermieterin im Neunkircher Bärenpark; sie kam aus dem französischen Zoo Amnéville ins Saarland und wird erst in den nächsten Wochen ihren neuen Partner Lionel (8 Jahre) kennen lernen. Der mit fast 40 Kilogramm recht stattliche Lionel hatte erst in der letzten Woche eine längere Anreise hinter sich gebracht und zog als erster Bewohner in das Streifenhyänenreservat ein; er stammt aus dem nordirischen Zoo Belfast.

Finanziell ermöglicht wurde das neue Streifenhyänenreservat als Förderprojekt allein durch den Verein zur Förderung des Neunkircher Zoos – Zooverein – mit einer Spende von 35000 Euro.

„Mit der Eröffnung des Streifenhyänenreservates wird der Neunkircher Zoo noch attraktiver. Wir freuen uns, dass wir als Zooverein dieses tolle Projekt unterstützen und ermöglichen konnten“, so Markus Groß, 1. Vorsitzender des Zoovereins.

Tierische Botschafter

Der Neunkircher Zoo ist Partner in einem in situ - Schutzprojekt für Streifenhyänen in Tadschikistan. Weitere Unterstützung leistet der Zoo auch aktuell bei einem im Aufbau befindlichen Streifenhyäenen-Schutzprojekt in Aserbaidschan. Unter anderem werden zu Forschungszwecken Haarproben von in Zoos lebenden Streifenhyänen dafür untersucht.

„Wissenschaftliche Zoos leisten nicht nur einen Beitrag zum Arterhalt zahlreicher Tierarten, sondern unterstützen auch intensiv Forschungs- und Artenschutzaktivitäten im Freiland“, ergänzt Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch.

An und in der Kigelia-Lodge als eine der Besuchereinsichten gibt es zahlreiche Informationen zu Streifenhyänen und auch speziell zum Schutzprojekt in Tadschikistan.

Durch Sicherheitsglas zu beobachten

In einer nachgebauten Ausgrabungsstätte gibt es einen beeindruckenden Schädelabguss einer Ur-Riesenhyäne zu entdecken. Durch eine über vier Quadratmeter große Sicherheitsglasscheibe können die Streifenhyänen fast hautnah beobachtet werden. Diese Besuchereinsicht ist direkt an einem Wasserbecken und einem kleinen Bambuswald gelegen.

Das neue Streifenhyänenreservat kann ab sofort zu den Sommeröffnungszeiten des Neunkircher Zoos von 8:30 bis 18 Uhr in Augenschein genommen werden. Kassenschluss und letzter Einlass sind um 17 Uhr.

Mehr unter www.neunkircherzoo.de und auf der facebook-Fanpage des Neunkircher Zoos.red./eck

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