Straße fast taghell ausgeleuchtet

THW-Ausbildung zum Thema Streckenbeleuchtung in der Contwiger Hangstraße

ZWEIBRÜCKEN An einem Freitag war der Nachthimmel über der Contwiger Hangstraße (alte B10) hell erleuchtet. Diese Strecke war prädestiniert für eine Streckenbeleuchtung, da diese aufgrund ihrer baulichen Beschaffenheit nur in sehr geringem Maße frequentiert ist. Der ein oder andere Verkehrsteilnehmer konnte bei der Vorbeifahrt diese Übung und den Übungsaufbau des THW aus der direkten Nähe betrachten.

Pünktlich gegen 19.30 Uhr versammelten sich die Helfer der B I und B II (Bergungsgruppe I, Bergungsgruppe II) sowie die Helferanwärter der Grundschein-Gruppe zu einer abschließenden Mannschaftsbesprechung in der THW Unterkunft. Im Rahmen dieser Besprechung wurden die obligatorischen Belehrungen der elektrischen Gefahren an der Einsatzstelle sowie das richtige Verhalten bei Arbeiten an und auf Verkehrswegen vollzogen. Auch wurden einige Facts rund um das Ausleuchten einer Einsatzstelle besprochen. So konnten unter anderem folgende Fragen Beantwortung finden: Welchen Grad der Helligkeit muss auf einer Einsatzstelle vorherrschen? Was ist der Unterschied zwischen direktem und diffusem Licht? Was versteht man unter dokumentenechtem Licht? Welches Licht wird bei Arbeiten an und auf Verkehrswegen installiert?

Zu Beginn der eigentlichen Übung sorgten die Helfer für die nötige Verkehrs- bzw. Eigensicherung. Mithilfe der Rundumkennleuchten (Blaulicht), Leitkegeln und Leitkegel-Warnleuchten konnte der Fließverkehr auf die Engstelle und den Übungsaufbau hingewiesen werden. Dabei trugen die Helfer Warnwesten.

In weniger als 20 Minuten konnten die 15 Helfer etwa 250 m Wegstrecke fast taghell ausleuchten. Die Stromversorgung der eingesetzten Leuchtmittel wurde mittels eines 40 kVA Stromerzeugen Aggregat-Lichtmast sichergestellt. In den Übungsaufbau wurden der Leuchtballon, Lichtmast und unzählige Halogenstrahler integriert. Auch fand die Rundum-Beleuchtung des GKW I als Lichtquelle Verwendung. Szenarien, in denen eine Streckenbeleuchtung unter anderem erforderlich wäre, sind zum Beispiel das Ausleuchten von Unfallstellen, das Unterstützen von Verkehrskontrollen oder bei Suchaktionen.

Durch die umfangreiche Beleuchtungsausrüstung ist es dem THW möglich, größere Strecken innerhalb kürzester Zeit auszuleuchten und damit andere Hilfsorganisationen zu unterstützen. Nach Beendigung der Ausbildung und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft konnten die Helfer auf eine Bestzeit hinsichtlich des schnellen Aufbaus und die erfolgreiche Übung zurückblicken.red./dos

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de