Stillstand ist Rückschritt

GERSWEILER Beim Blick auf den ein oder anderen Tischtennisamateur gehört das Ausruhen wohl zum Sport dazu. Nicht so beim TTC Gersweiler: Nachdem innerhalb der vergangenen drei Saisons beide Herrenmannschaften und die Senioren aufgestiegen sind, will sich der Club nicht auf den Erfolgen ausruhen. Vor allem in puncto Quantität legt der Verein für die kommende Spielzeit nach.

Die Gründung einer dritten Herren- sowie einer zweiten Seniorenmannschaft ist die logische Konsequenz der Arbeit an der Basis, die schneller als erwartet Früchte getragen hat. Durch Aktionen wie “Unser Dorf spielt Tischtennis” tummeln sich seit geraumer Zeit einige Hobbyspieler im Gersweiler Training, die genug Motivation und Talent für den Wettkampf mitbringen. Nebenbei wächst eine Nachwuchsgeneration aus den Kinderschuhen heraus. 

Der direkte Sprung in die Kreisliga wäre für die Neulinge zu groß gewesen, weshalb die neuen Teams vor allem dem Aufbau und der Integration dienen. Dass Daniel Wild, Marius Schuhmacher (Herren 3) und Hartmut Keller (Senioren 2) die Projekte als Führungsspieler in die Hand nehmen, ist aller Ehren wert. Mit einem ebenso neu eingeführten Anfängertraining für Aktive soll der Weg in den Wettkampfbetrieb erleichtert werden.

Damit die beiden neuen Mannschaften in Ruhe in ihr erstes Jahr gehen können, musste der Verein in den anderen Formationen eine stabile Basis schaffen. Auch im Hinblick auf die anstehende Ligenreform und die verbesserten Aufstiegsmöglichkeiten wurden die Teams verstärkt. Während die Senioren in der Bezirksliga unverändert antreten, konnte der TTC mit Peter Baron (aus Friedrichweiler) und Dominic Holz (Ochsenhausen) zwei Leistungsträger für die Landesliga und die neu benannte 1. Bezirksklasse gewinnen. 

Nach den sportlich erfolgreichen vergangenen Jahren und mit gewachsenem Selbstbewusstsein steckt sich der TTC weiterhin ambitionierte Ziele. Werden für die Saison 2020/21 die neuen Ligen besetzt, will Gersweiler mit möglichst vielen Mannschaften eine Etage höher spielen. Während die Herren 2 mit acht Aufstiegsplätzen den Sprung nach oben ziemlich sicher haben, stehen die Herren 1 (Plätze 1-5) und 3 (1-3) vor einer Herausforderung.

Im Nachwuchsbereich geht es nach einem Jahr Schul-AG in der Aschbachschule langsam aber sicher voran. Obwohl es neben der etablierten Jugend noch nicht für eine weitere Mannschaft reicht, kann der Verein neue Spieler zum Wettkampfbetrieb anmelden. Im Frühjahr 2020 plant der TTC außerdem die nächste Minimeisterschaft, aus der in der Vergangenheit bereits große Talente hervorgegangen waren. 

Doch nicht die Zahl der Mannschaften oder die verbesserten Aufstiegschancen schüren die meiste Vorfreude auf die Ende August beginnende Saison. Dass die große Halle mit bis zu drei Teams künftig immer häufiger voll bespielt wird, sorgt vor allem an Spieltagen für ein ganz neues Vereinsgefühl.

red./tt

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