Steinernes Bekenntnis zu den Grundwerten

Neues AWO-Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in Wadern eröffnet

WADERN Das neue Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in Wadern werde spätestens im September 2018 bezugsfertig sein, hatte AWO-Landesvorsitzender Marcel Dubois beim Spatenstich im Juni letzten Jahres versprochen. Und alle am Bau Beteiligten, von den Planern über die Maurer und Zimmerleute bis hin zu den Fliesenlegern und Elektroinstallateueren, hielten Wort.

Sehr zur Freude auch von Bewohnersprecherin Katharina Wagner, die es gar nicht erwarten konnte, gleich nach der Eröffnungsfeier Sozialministerin Monika Bachmann ihr Zimmer zu zeigen.

Weitere Mitbewohner sind inzwischen ebenfalls eingezogen, die 37 Plätze im Haus werden bald gefüllt sein.

4,4 Millionen Euro hat die AWO in den Bau investiert

4,4 Millionen Euro hat die AWO in den Neubau in der Poststraße investiert. Für den allergrößten Teil gab es bereits eine Förderzusage des Sozialministeriums. Über 44000 Euro Mehrkosten, die durch Wasserschäden infolge von Unwettern entstanden, werde sich reden lassen, deutete die Ministerin bei der Feier die mögliche Übernahme auch dieser Summe an.

„Die AWO ist ein guter Partner der Landesregierung. Wir können uns aufeinander verlassen“, lobte Bachmann die gute Zusammenarbeit, die sich jetzt auch in Wadern bewähre. Für die Bewohner bedeute das zentrumsnahe Haus eine große Chance auf Erhalt ihrer Selbstständigkeit und Teilhabe am öffentlichen Leben.

Dass es erstmals auch Kurzzeitpflegeplätze gebe und auch behinderte Menschen im Ruhestand aufgenommen werden können, sei eine sehr fortschrittliche Sache.

„Das ist ein guter Tag für Wadern und für uns alle“, freute sich Bürgermeister Jochen Kuttler. Die neue Heimstatt sei in sozialer wie auch in baulicher Hinsicht eine Bereicherung für Wadern. Sein Wunsch an die Bewohner: „Fühlt Euch hier wohl und nutzt die Chance auf ein neues und gutes Miteinander“.

Zu Beginn der Feier hatte AWO-Landesvorsitzender Dubois zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und aus den Reihen der AWO begrüßen können.

„Dieses neue Wohnheim ist ein aus Stein gebautes Bekenntnis zu unseren Grundwerten“, betonte Dubois, „es steht für Solidarität, Gleichheit und Toleranz, weil es Menschen mit Behinderungen aktiv fördert und unterstützt“. Das neue Haus verstehe sich auch als offenes Haus, „offen für das Quartier und das Gemeinwesen im Sinne der Inklusion“.

Vorwiegend einheimische und regionale Firmen

Am Neubau waren vorwiegend einheimische und regionale Firmen beschäftigt, darauf wies Architekt Sigmar Ahr hin. Zusammen mit Bauunternehmer Thomas Schröder überreichte er den Schlüssel an Bewohnersprecherin Katharina Wagner und Hausleiter Ingo Lewoschikin.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Horst Friedrich am Piano. Der bekannte Musiker aus Dillingen ist Mitinitiator des inklusiven Songcontests „EINklang“.red./ti

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