Starkregenereignisse sind nicht berechenbar

Studie der Gemeinde Eppelborn vorgestellt – Webinare für die Bürger

Eppelborn. Im großen Saal des big Eppel wurde die Starkregenstudie für die Gemeinde Eppelborn vorgestellt. Bürgermeister Andreas Feld begrüßte neben den Ortsvorstehern und Gemeinderatsmitgliedern ganz besonders Professor Alpasian Yörük und Diplom Ingenieur Andreas Biehler, beide von der Forschungsgruppe Wasser der HTW Saar sowie Carmen Fey vom saarländischen Umweltministerium.

„Sehr gerne hätte ich viele interessierte Bürger begrüßt. Doch das ist aus bekannten Gründen leider nicht möglich. Für sie werden wir sogenannte ,Webinare‘ veranstalten, die auf die jeweiligen Gegebenheiten in den einzelnen Ortseilen eingehen“, erklärte Bürgermeister Feld.

Auch wenn die Starkregenereignisse inzwischen schon einige Jahre her seien, so wären die Bilder in Dirmingen 2016 und Eppelborn 2018 nicht vergessen, betonte er. Nach dem ersten Starkregenereignis 2016 in Dirmingen kam das Umweltministerium auf die Gemeinde Eppelborn zu und bot an, eine Pilotstudie durchzuführen. Kurz vor der Fertigstellung dieser Arbeit erlangte das Thema durch das Unwetter 2018, das unter anderem den Ortskern von Eppelborn traf, neue Brisanz.

Die Pilotstudie wurde auf die Gesamtgemeinde ausgeweitet, das Ministerium förderte die Maßnahme mit 90 Prozent. Rund 105000 Euro hat die nun vorgelegte Starkregenstudie insgesamt gekostet. „Es ist wichtig, dass wir diese Studie unseren Bürgern zugänglich machen. Sie enthält wichtige Handlungsanweisungen“, so Bürgermeister Feld.

Im Rahmen der Studie, erläuterte Andreas Biehler, wurden 152 Maßnahmen in Simulationen analysiert, bei 47 Maßnahmen, erklärte er, konnte eine Wirksamkeit nachgewiesen werden. Anders als bei Gewitterfronten, erläuterte er, seien Starkregenereignisse nicht berechenbar und würden lokal sehr große Schäden verursachen. „Sicher ist aber, dass diese Ereignisse häufiger auf uns zukommen werden“, betonte er. Bevor es für die Bürger zu den Webinaren geht, können sich alle Eppelborner im Vorfeld über den „Web-Viewer“ auf der Homepage der Gemeinde über eine eventuelle Gefahrenlage durch Starkregen in ihrem Wohngebiet informieren. Der „Web-Viewer“, betonte Biehler, wurde erst einmal in Deutschland eingesetzt, bietet also ein ganz neues Format der Betrachtung dieser Thematik.

Die Webinare beginnen ab dem 21. April. Hier gibt es jeweils 200 Plätze, die Anmeldungen erfolgen über eine E-Mail an die Gemeinde.

Die Termine:

21. April, Hierscheid/Humes; 23. April, Dirmingen; 26. April, Wiesbach/Habach; 28. April, Bubach-Calmesweiler/Macherbach; 30. Apeil, Eppelborn.

Weitere Informationen, Anmeldemodalitäten und Termine sowie den „Web-Viewer“ unter www.eppelborn.de. red./hr

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de