Starkes Zeichen gegen Diskriminierung

OB Uwe Conradt tritt der Initiative „Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gegen Antisemitismus“ bei

Saarbrücken. Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken, Uwe Conradt, ist der Initiative „Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gegen Antisemitismus“ beigetreten, indem er eine gleichnamige Erklärung unterzeichnete.

Uwe Conradt traf sich aus diesem Anlass mit der Vorstandsvorsitzenden der Synagogengemeinde Saar, Ricarda Kunger, in der Synagoge in Saarbrücken. Für das Datum der Unterzeichnung wurde der jüdische Feiertag Lag BaOmer gewählt.

„Jüdisches Leben gehört seit Jahrhunderten zu Saarbrücken. Wir sind glücklich, eine so aktive Gemeinde in der Mitte unserer Stadtgesellschaft zu wissen. Im Namen der Landeshauptstadt will ich mit dem Beitritt zur Initiative ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen, in Saarbrücken und überall auf der Welt. Unsere Stadt ist weltoffen und tolerant. Diskriminierung, egal in welcher Form, hat hier keinen Platz“, sagte Conradt.

Ricarda Kunger zeigte sich erfreut über die Entscheidung Conradts: „Wir, die jüdische Gemeinde Saarbrücken, sind stolz und dankbar, dass sich der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken, Uwe Conradt, mit der heutigen Unterzeichnung an der bundesweiten Aktion zur ´Erklärung der Bürgermeisterinnen

und Bürgermeister gegen Antisemitismus´ mit allen Saarländerinnen und Saarländern solidarisiert.“

Durch die Unterzeichnung der Erklärung verpflichten sich gewählte Repräsentanten weltweit dazu, innerhalb und außerhalb der Städte und Gemeinden daran zu arbeiten, dass die Werte eines respektvollen Miteinanders gefördert werden. Sie wollen verdeutlichen, dass Antisemitismus nicht mit den fundamentalen Werten der Demokratie vereinbar ist.

Das American Jewish Committee (AJC) hatte 2015 die Initiative „Mayors United Against Antisemitism“ ins Leben gerufen, um kommunale Führungspersönlichkeiten im Engagement gegen Antisemitismus zu vereinen und zu stärken. Nicht zuletzt der antisemitische Terroranschlag in Halle 2019 hatte den alarmierenden Anstieg antisemitischer Gewalt verdeutlicht. Dabei war dieser Anschlag nur der traurige Höhepunkt des seit Jahren ansteigenden Antisemitismus, der in all seinen Erscheinungsformen immer aggressiver auftritt.

Vor diesem Hintergrund wurde eine Neuauflage der 2015 gestarteten Initiative auf europäischer Ebene angestoßen, um Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kampf gegen Antisemitismus zu verbinden. red./tt

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