Stadt am Fluss jetzt Realität

Südliche Bliesterrassen durch Ministerin Anke Rehlinger eingeweiht

NEUNKIRCHEN Mit einem symbolischen Durchschneiden eines Bandes haben Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und Oberbürgermeister Jürgen Fried zusammen mit Bürgermeister Jörg Aumann und weiteren Vertretern der Stadt und der beteiligten Planungsfirmen die südlichen Bliesterrassen der Öffentlichkeit übergeben.

Bereits 2016 wurde das Nordufer unterhalb der Bliespromenade eingeweiht. Mit der Einweihung des Südufers soll die Aufenthalts- und Wohnqualität in der Innenstadt weiter gestärkt werden, wie OB Fried erläuterte.

Durch den Abschluss der größten städtebaulichen Maßnahme der letzten Jahre ist die Stadt diesem Anspruch ein gutes Stück nähergekommen. Weitere Maßnahmen, wie beispielsweise in der Bahnhofstraße, schließen sich an.

Man muss Geld in die Hand nehmen

Die Baumaßnahmen am Südufer dauerten rund 21 Monate, wobei der Fund einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg sowie die Entdeckung verunreinigten Erdreiches für unvorhergesehene Verzögerungen sorgte. Dies hatte auch zur Folge, dass die ursprüngliche Kostenplanung von 3,2 Millionen Euro um rund 490000 Euro überschritten wurde.

Nach Abzug der Förderung durch das Programm „Stadtumbau West“ sowie ergänzenden Zuweisung von insgesamt 90 Prozent verbleiben für die Kreisstadt Neunkirchen ein Investitionsanteil in Höhe von 370000 Euro. „Wenn man eine Stadt nach vorne bringen will, dann muss man auch mal etwas machen und dazu Geld in die Hand nehmen“, kommentierte der OB den nicht unerheblichen Finanzbedarf.

Eine Bombenmaßnahme

„Nicht nur wegen des Bombenfundes ist dies eine Bombenmaßnahme, die hier heute ihrer Bestimmung übergeben wird“, eröffnete Ministerin Rehlinger den Gästen. Nach ihrer Einschätzung trägt die Maßnahme sehr dazu bei, dass im Rahmen der Entwicklung der Innenstadt eine hohe Aufenthaltsqualität entlang der Blies geschaffen wird.

Sie hofft, ebenso wie der Oberbürgermeister, dass diese städtebauliche Maßnahme weitere private Investitionen nach sich zieht. „Dies ist ein ganz wichtiger Impuls“, so die Ministerin. „Ich bin froh, dass wir mit Neunkirchen ein Beispiel dafür haben, wie Strukturwandel in diesem Land erfolgreich gemeistert werden kann, wenn man es als echte Gestaltungsaufgabe von Politik, Zivilgesellschaft und allen, die dazu einen Beitrag leisten können, auch versteht und als solche Aufgabe auch annimmt“, so die Ministerin. jam

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