„Spuren im St. Wendeler Land“

Kulturlandschaftsinitiative feiert 25-jähriges Bestehen nach und präsentiert dazu eine neue Broschüre

St. Wendel. In der KuLanI-Geschäftsstelle auf dem Wendelinushof in St. Wendel stellte der Vorsitzende Thomas Gebel zusammen mit Umweltminister Reinhold Jost und Landrat Udo Recktenwald die Broschüre „25 Jahre KuLanI – Spuren im St. Wendeler Land“ vor.

„Leider konnten wir aufgrund der Pandemie unseren Geburtstag – wie geplant – im vergangenen Jahr nicht feiern. Als eine Art Ersatz freuen wir uns nun, diese Broschüre präsentieren zu können“, erklärte Thomas Gebel.

Anlässlich der Walhauser Köhlertage 1994 wurde die Kulturlandschaftsinitiative (KuLanI) gegründet. Daher hätte eigentlich im Folgejahr des Jubiläumsjahres 2019, im Jahre 2020, mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen das silberne Jubiläum gewürdigt werden sollen.

Umweltminister Reinhold Jost gratulierte besonders dem geistigen Vater der KuLanI, dem langjährigen Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden, Werner Feldkamp, zu der in den letzten 25 Jahren geleisteten Arbeit. „Ohne Ihr Engagement, Herr Feldkamp, wäre das so nicht möglich gewesen.“

Mit Blick auf die städtischen Ballungszentren hat das Saarland den Anspruch, starke Städte und auch eine starke Landeshauptstadt zu haben. „Aber ohne einen starken ländlichen Raum sind auch die Städte nichts“, so der Minister. Der ländliche Raum, der den überwiegenden Teil des Saarlandes darstellt, insbesondere im St. Wendeler Raum, wird durch die KuLanI nicht nur sehr gut repräsentiert, sondern vielmehr hat die KuLanI die wichtigen Ideen, Infrastruktur und handelnden Personen zusammengebracht. Der Minister bewertete diese Initiative als beispielgebend für die Regionen des Saarlandes und weit darüber hinaus.

„25 Jahre KuLanI ist auch ein Anlass, darüber nachzudenken, was in diesen 25 Jahren an Entwicklungen geschaffen wurde und worauf wir aufbauen können“, erklärte Landrat Udo Recktenwald. Visionäres Denken und der Mut, neue Wege zu gehen führte letztendlich zum Zusammenschluss der Kulturlandschaftsinitiative, die in insgesamt drei Leader-Förderperioden gemündet ist. „Der ländliche Raum hat mehr Chancen denn je“, bemerkte er weiter und verwies dabei auch auf die Entwicklung der Digitalisierung.

„Die KuLanI hat den Weg für die Regionalentwicklung im St. Wendeler Land bereitet“, lobte Recktenwald. Insgesamt 6,3 Millionen Euro an Fördermitteln sind in 78 Projekte geflossen.

Die Handlungsprogramme Lokalwarenmarkt, Kultur, Energie und Bildungsnetzwerk sind prägend für den Landkreis geworden. jam

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de