Sprungbrett für Eltern und Kinder

Seit zehn Jahren ist das Projekt eine Brücke zwischen Kindergarten und Schule

NEUNKIRCHEN. Anlässlich des zehnten Jubiläums des Caritasprojekts „Sprungbrett für Eltern und Kinder“ feierte der Caritasverband Schaumberg-Blies in der Bachschule Neunkirchen ein großes Familienfest, wobei die Kinder vor allem Spaß am Auftritt des Zauberers Kalibo hatten.

Zuvor hatte Caritasdirektor Michael Schütz die Gäste begrüßt. „Seit 2008 werden mit „Sprungbrett“ Eltern und Kinder beim Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule unterstützt, begleitet und beraten“, erklärte er die Zielsetzung.

Das Projekt sei zu seinem festen Bestandteil der viel kooperierenden Kindertagesstätten Evangelische KiTa Arche Noah, Katholische KiTa Herz Jesu, Katholische KiTa St. Marien und der städtischen KiTa Regenbogen, sowie der beiden innerstädtischen Grundschulen Bachschule und GGTS Am Stadtpark geworden.

Das Hauptaugenmerk der Projektarbeit liege auf Kindern aus bildungsfernen Familien im Alter zwischen fünf und sieben Jahren. Welche in der Mehrzahl unter erschwerten sozioökonomischen Bedingungen aufwachsen. Dazu zählen insbesondere alleinerziehende Familien, Familien mit Migrationshintergrund und Großfamilien.

„Um den Kindern eine fundierte Bildung unabhängig vom gesellschaftlichen Status und der Herkunft zu ermöglichen, ist es unabdingbar, die Eltern in den beginnenden Bildungsprozess ihrer Kinder mit einzubeziehen. Die Rolle der Eltern an diesem wichtigen Schnittpunkt im Lebenslauf der Kinder zu unterstützen und zu stärken, ist eine wesentliche Aufgabe von Sprungbrett“, führte er weiter aus. Dazu wurde die Veranstaltungsreihe Sprungbrett-Vorschulkarte entwickelt, bei der sich Eltern und Kinder gemeinsam zu den fünf Themenschwerpunkten Spielen und Lernen, Bücher und Lernen, Ernährung und Lernen, Medien und Lernen sowie Bewegung und Lernen auf die Schule vorbereiten.

„Dieses Projekt ist eine Erfolgsstory“, sparte Landrat Sören Meng nicht mit Lob. „Es geht darum, Kinder stark zu machen für die Schule und das ist etwas, was man gar nicht hoch genug bewerten kann“. Er regte an, „Sprungbrett“ saarlandweit in den Fokus zu rücken.

„Dieses Projekt hat drei Facetten, die uns sofort überzeugt haben“, begründet Oberbürgermeister Jürgen Fried die Unterstützung der Stadt Neunkirchen. Dies seien die Einbeziehung der Eltern, der wichtige Übergang der Kinder von der KiTa zur Grundschule und die Beteiligung von vier Kindergärten und zwei Grundschulen. jam

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