Sogar die Schule wurde vermisst

Ottweiler Bürgermeister prämierte die Sieger des Malwettbewerbs

OTTWEILER. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer die Kinder unter dem Motto „Ottweiler malt“ aufgerufen, sich an einem Malwettbewerb zu beteiligen. Die Themenvorgabe ließ viel Spielraum zur ganz individuellen Interpretation: „Was oder wen vermisst Ihr am meisten? Worauf freut Ihr Euch am meisten? Wen wollt Ihr als erstes wiedersehen?“

Insgesamt 20 Bilder gingen bei der Stadtverwaltung ein. Im Schloßtheater wurden die Sieger prämiert. Bürgermeister Schäfer zeigte sich ob der Kreativität der Kinder sehr begeistert. Es gab keine Altersbeschränkungen und so haben Kinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren innerhalb von sechs Wochen teilgenommen.

Die sechsjährige Gwendoline hat zum Beispiel die Rehe, die Leoparden und die Fuchshunde im Zoo vermisst. Außerdem Eis essen, Urlaub bei Oma Geburtstagsfeiern und Spielen mit den Freunden.

Andere Kinder vermissten den Urlaub am Strand und die sechsjährige Lea-Sophie Schaadt hat sogar einen Wohnwagen mit Inneneinrichtung an den Strand platziert. Andere wiederum vermissten die Berge oder den Besuch im Europa-Park und ein Kind hätte wohl auch gerne mal – um es Harry Potter gleichzutun – Quidditch gespielt. Sogar die Schule wurde von einigen Kindern vermisst. Wer hätte das gedacht?

Die Jury, bestehend aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung hatte also keine leichte Aufgabe. Nicht nur die drei Erstplatzierten haben einen Preis gewonnen, sondern alle Teilnehmer wurden bedacht. Die Plätze eins bis drei erhielten einen Buchpreis, die übrigen Kinder einen Gutschein für Spielwaren. Alle Teilnehmer bekamen außerdem einen Gutschein für einen Besuch in der Eisdiele.

Platz Eins ging an Cora Sopfie Weis, den zweiten Platz belegte Lilith Meisberger und auf den dritten Platz kam Katharina Kettner. jam

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