So aktiv wie eh und je

Landfrauenverein Parr kann auf 50 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken

MEDELSHEIM Gerne hätten die Landfrauen der Parr ihr goldenes Jubiläum zünftig gefeiert, doch die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass nur im Stillen an die vielen Erlebnisse, Taten und Aktivitäten der rund 30 Mitglieder zählenden Gemeinschaft gedacht werden konnte.

Als am 14. Oktober 1970 im Peppenkumer Gasthaus Frangart der Verein aus der Taufe gehoben wurde, half auch die damalige Landesvorsitzende Anne Marie Lindemann aus Alschbach mit. Zur Gründungs-Vorsitzenden wurde Maria Hepp (Peppenkum) gewählt. Ihr assistierten im Vorstand die stellvertretende Vorsitzende Gisela Klingler aus Medelsheim, Schriftführerin Hiltrud Laux (Riesweiler) und Kassenverwalterin Rosemarie Schnur (Peppenkum).

Damals wie heute rekrutieren sich die Mitglieder aus den Dörfern der Parr, nämlich Medelsheim, Peppenkum, Riesweiler, Seyweiler und Utweiler. Bereits ein Jahr später folgte ihr Ursula Schöndorf aus Peppenkum, die die Geschicke bis 1989 leitete. Schon in den Anfangsjahren begannen die alljährlichen Faschingsveranstaltungen, die später in Kappensitzungen zusammen mit dem MGV mündeten. 1980 wurde mit großem Programm die Zehnjahresfeier, das wohl größte Fest in der Vereinsgeschichte, geschultert. Mit dabei damals Wirtschaftsminister Werner Klumpp, der die Arbeit der Landfrauen würdigte. 1982 wurden rund 400 Wanderer des Pfälzer Waldvereins in der Halle bewirtet, die an einer Europa-Wanderung teilgenommen hatten. 1988 war die 1100-Jahrfeier der Dörfer der Parr absoluter Höhepunkt.

In die Amtszeit von Maria Berger (1989 bis 1998) aus Riesweiler fielen ebenfalls eine Reihe von Großereignissen. Dazu zählten die Aufführung der „Brotkurwel“, dem einzigen Theaterstück, das die Parr-Landfrauen 1992 auf die Bretter zauberten. Auch das Silberjubiläum 1995 oder der Besuch der Bundeskommission „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf soll leben“, mit seiner Vorsitzenden Sonja Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau, die Medelsheim besuchte, gehörten zu den Highlights.

Nach einem kurzen Intermezzo eines Triumvirats ab 1998 mit Maria Berger, Gisela Klingler und Hiltrud Laux übernahm 2002 die auch heute noch amtierende Vorsitzende Elfie Bachmann (Peppenkum) das Zepter. Im Laufe der Zeit wurde das Informationsbedürfnis größer und bestimmte eine mit Veranstaltungen und Vorträgen zu verschiedenen Themen die Herbst- und Winterprogramme. So kann heute auf etwa 500 Zusammenkünfte zurückgeblickt werden. Auch das alljährliche Plätzchenbacken in der Kindertagesstätte Peppenkum, die Bewirtungen bei den Seniorennachmittagen, die Teilnahme an den Jakobsmärkten und Hobbymessen zeigen die Vitalität des Vereins mit seinen agilen Mitgliedern.

Etliche Ausflüge, darunter Ziele wie Bonn, das Elsass, Luxemburg oder der Schwarzwald lockerte die Jahresprogramme auf. Als in den 1980er Jahren das angestammte Vereinslokal Frangart schloss, begann eine immerwährende Suche nach Räumen, in denen die Frauen ihre Aktivitäten anbieten konnten. So war über viele Jahre das Medelsheimer Gasthaus Chaumière Heimstatt, bis es im vergangenen Jahr ebenfalls seine Pforten schloss. Im kommenden Jahr, so teilte Bachmann mit, soll im Feuerwehrgerätehaus Medelsheim gekocht und die Vorträge im dortigen Pfarrheim angeboten werden.

Neben der Vorsitzenden gehören zum Vorstand ihre Stellvertreterin Christel Oswald (Medelsheim), Elvira Schöndorf (Peppenkum), die als Schriftführerin schon seit Jahrzehnten der Führungsriege angehört, und Kassiererin Inge Weibel (Medelsheim). Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzerinnen Helga Hunsicker (Medelsheim), Maria Berger (Riesweiler) und Melitta Groh (Seyweiler).

Der Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf 20 Euro pro Jahr. Infos sind bei Elfie Bachmann, Tel. (06844) 1259, E-Mail: elfie47@gmail.com zu bekommen.red./ott

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