„Smart Village“ geht in die zweite Runde

Das Projekt geht in die nächste Förderperiode und wird weiter entwickelt

REMMESWEILER In Winterbach, Hoof, Osterbrücken, Leitersweiler und in Remmesweiler ist die Testphase des Modellprojekts „Smart Village“ abgeschlossen. Die Projektmanager Stefan Kunz und Julian Schneider sowie der zuständige Dezernent im Landratsamt Uwe Luther, haben zusammen mit Projektleiter Reiner Cullmann vom Wendelinushof eine Bilanz gezogen.

Smart Village bedeutet soviel wie kluges Dorf und hat zum Inhalt, dass es in unseren ländlichen Räumen immer weniger Einkaufsmöglichkeiten für die Dinge des täglichen Bedarfs gibt. Hier setzt Smart Village an und bietet Einkaufsmöglichkeiten beispielsweise von Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Wie funktioniert Smart Village? Der Kunde sucht selbst oder mithilfe sogenannter Dorfcoaches seine Lebensmittel auf der Internetplattform KeepFresh aus. Die Waren werden bei regionalen Händlern kommissioniert und dann mithilfe der Stadt St. Wendel in das jeweilige Dorfgemeinschaftshaus geliefert, wo die Waren für den Endkunden bereitgestellt werden. Zurzeit sind Globus und der Wendelinushof und andere regionale Händler an dem Projekt beteiligt. Federführend ist die Regionale Entwicklungsagentur Land(auf)Schwung gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

An den jeweiligen wöchentlichen Abholtagen findet in den Dorfgemeinschaftshäusern gemeinsames Frühstücke statt. Uwe Luther bewertet gerade dieses Zusammenkommen als einen wichtigen Beitrag für die Erhaltung und Stärkung der Dorfgemeinschaft. Er zeigt sich mit der Resonanz beim Publikum sehr zufrieden Rund 25 Personen nutzen in Remmesweiler regelmäßig die Möglichkeit zum smarten Einkaufen. „In der Testphase mussten unsere Testkäufer einiges aushalten“, bedankt er sich für die Geduld der Käufer der ersten Stunde. „Oft haben Bestellungen nicht so geklappt, wie man sich das gewünscht hat. Aber trotzdem sind viele bei der Stange geblieben, nicht zuletzt dank der beiden Dorfcoaches Walter Krämer und Bernd Engel“, so Luther weiter.

Nach der Testphase geht das Projekt in die nächste Förderperiode über. In diesem Zuge soll ein Verteilzentrum eingerichtet werden, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Somit wird es künftig so sein, dass in einem Paket die Produkte mehrerer Anbieter zu finden sein werden.

„Das ist ein tolles Projekt, kann man abschließend sagen“, so Luther. Er kündigte noch an, dass Ministerpräsident Tobias Hans bei seiner diesjährigen Sommertour am 24. Juli nach Remmesweiler kommen wird, um sich das Projekt bei einem gemeinsamen Frühstück persönlich erläutern zu lassen. Es ist angedacht, das Projekt auch für andere Landkreise zu adaptieren. jam

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