Simply the best in der Illipse

Der Neujahrsempfang der Gemeinde Illingen war gespickt mit kulturellen Highlights

ILLINGEN Würdigung, Motivation, Animation – das alles gab es beim Neujahrsempfang der Gemeinde Illingen, verbunden mit einer feurigen Bühnenshow, dank der Formation Magic Artists und der Tanzgruppe „Girls Club“ und einem durchtrainierten Bürgermeister, der für seine Gemeinde sogar den Handstand machte und sozusagen mit Schlips, Kragen und Anzugshose den Teil einer Pyramide bildete.

Rasant und bewegend das Programm mit Musik, Tanz, Eleganz. Beeindruckend die Vorstellung des Sternsingerprojekts und die Ehrungen für Menschen, die ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen, wie die Elternlotsen und die Beteiligten des „Laufenden Schulbus.“

Im Fokus stand auch Arno Meyer, der sich seit langem mit dem Thema Vermüllung beschäftigt und die Initiative „Illingen engagiert gegen den Müll“ gründete.

Mit Kemi Cee, der Sängerin mit afrikanisch-karibischen Wurzeln, erlebten zirka 550 Gäste bereits am Anfang einen musikalischen Höhepunkt und die Premiere eines singenden Bürgermeisters, der gemeinsam mit der Sängerin ein paar Takte des Queen-Klassiker „Friends will be friends“ sang.

„Simpley the best“ – so der Leitfaden der Veranstaltung, die Bürgermeister Dr. Armin König mit seinen Zukunftsvisionen ausschmückte und sich besonders an Kindern orientierte. Kinder bräuchten Fantasie, Spielraum, aber auch das ganz normale Leben- draußen in der Natur mit Menschen, mit Tieren. „Sie sind unsere Hoffnung und unsere Zukunft“, betonte der Verwaltungschef.

Und für den Nachwuchs hat er mit seinem Mut und einem tollen Team schon gute Voraussetzungen geschaffen: „Wir haben die RAG in die Schranken erwiesen, wir haben die Globus-Ansiedlung im Naturschutzgroßvorhaben verhindert. Engagierte Katholiken haben sogar dem allmächtigen Bischof gezeigt, wo seine Grenzen sind.“

Ein bisschen Stolz sei er auf sein Kämpferherz und auf die Erfolge in der Gemeinde, wenn er die letzten 23 Jahre Revue passieren ließ. Es gäbe aber immer noch viel zu tun. Der „KliMAX“ wurde aus der Taufe gehoben, eine wunderbare Grafik, die Königs Tochter Esther Wagner zeichnete. Der „KLiMAX“ soll zum Symbol für ein neues Klima im Illtal werden. Eine Anleitung zur Klimaverbesserung lieferte der Verwaltungschef mit einem 12-Punkte-Programm. Er selbst hat sich davon schon drei Punkte ausgesucht und will ein kleineres Auto mit Hybrid fahren, mehr Fahrrad fahren und mehr Bahn fahren.

Für die Umsetzung wünscht er sich 3333 Mitstreiter. 2500 hätte er schon. Am 14. Mai würden 2500 Schüler aller Illinger Schulen sowie der Schulen in Merchweiler und der Gesamtschule Marpingen einen Unsesco-Walk „Gemeinsam in die Zukunft“ zum Burgpark machen. „Das ist nicht Fridays for Future. Da sind 2500 Kinder für unsere Zukunft.“

Vom Land wünscht sich der Illinger Bürgermeister mehr Schwung. „Mir ist zu viel Ängstlichkeit im Land. Mir ist zu viel Unbeweglichkeit. Mir ist zu viel Stagnation.“

ÖPNV war ein Thema und Kitaplätze mit dem Ziel, 200 neue Kindergartenplätze bis 2024 zu schaffen. Weitere Themen: Illtalhalle, Neubau der Feuerwehrgerätehäuser, Digitalisierung der Grundschulen, JUZ für die Uchtelfanger Jugend, Sporthalle am Schulzentrum, Grundschnittsammelstelle in Humes und das Kulturprogramm der Gemeinde und zu guter Letzt Dankesworte an die Feuerwehr, die mit 128 Einsatzereignissen und 2563 Einsatzstunden eine gigantische Leistung im vergangenen Jahr erbrachte.

Er honorierte die Arbeit seiner Mitarbeiter und der Ratsmitglieder und verblüffte zum Schluss seiner Rede mit den besten Wünschen fürs neue Jahr in französischer, italienischer, polnischer und englischer Sprache. ma

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