Sicherheit weiterhin sicherstellen

Das Feuerwehrgerätehaus in Freisen wird erweitert und umfangreich saniert

FREISEN „Ich freue mich, dass es endlich los geht“, strahlte Löschbezirksführer Jochen Becker beim Spatenstich zur Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Freisen. „Das alte Gebäude ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Hier müssen sich 50 Mann auf 20 Quadratmetern umziehen“, charakterisierte er die herrschende Enge. „Durch die nun begonnenen Maßnahmen wird die Sicherheit für uns Feuerwehrkameraden und für die Bevölkerung weiterhin sichergestellt“, bemerkte er abschließend.

„Die Maßnahme Feuerwehrgerätehaus stellt für die Gemeinde auf Jahre schwierigste finanzielle Zwangspunkte dar und es wird mit Gesamtkosten in Höhe von 1,45 Millionen Euro gerechnet“, umriss Bürgermeister Karl-Josef Scheer die Situation.

Im ersten Bauabschnitt wurde bereits mit ersten Abrissarbeiten begonnen. Besonders vor dem energetischen Gesichtspunkt sei die Anschaffung gedämmter Einfahrtstore zu erwähnen, die Erneuerung der gesamten Fenster und Türen sowie die Dämmung der obersten Decken und des Daches. Sanitär- und Lüftungsanlagen stehen ebenfalls auf dem Plan sowie die Beleuchtung und die Ausstattung mit Rauchmeldern entsprechend den Auflagen der Landesbrandschutzordnung.

Insgesamt sind für den ersten Abschnitt 416000 Euro veranschlagt, die mit 90 Prozent, entsprechend 328788 Euro bezuschusst werden.

Im zweiten und dritten Bauabschnitt wird das Feuerwehrgerätehaus erweitert. Es wird eine neue Fahrzeughalle mit Anbauten sowie eine neue Atemschutzwerkstatt mit Anbauten entstehen. Hierfür sind für die Halle 673800 Euro und für die Atemschutzwerkstatt 162800 Euro, also insgesamt 836600 Euro geplant.

Ein Bedarfszuweisungsantrag über 60 Prozent der Summe wurde beim Ministerium gestellt. Aus haushaltstechnischen Gründen kann der dritte Bauabschnitt erst 2019 erfolgen.

Im Verlauf der Vorbereitungen zum Baubeginn wurde festgestellt, dass durch sehr schlechte Baugrundverhältnisse und anderweitige Schwierigkeiten sowie Forderungen verschiedener Behörden Mehrkosten in Höhe von rund 180000 Euro entstehen werden.

Bürgermeister Scheer dankte insbesondere dafür, dass im Vorfeld der Maßnahme das ortsteilbezogene Denken über Bord geworfen und gemeinsam an einem Strang gezogen wurde. Löschbezirksführer Becker bemerkte, dass die Wehr von Anfang an mit in die Planung einbezogen war und durch den nun genehmigten Entwurf das „Optimale aus dem Gelände raus geholt“ werden könne. jam

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