Serielle Motivgestaltung

Gilbert Schmidt und Dieter Walter im Haus Saargau: Von klassisch bis abstrakt

GISINGEN Die Ausstellung „Serielle Motivgestaltung – von klassisch bis abstrakt“ mit Werken von Gilbert Schmidt und Dieter Walter wird bis 1. September im Haus Saargau in Gisingen zu sehen. Vernissage ist am Sonntag, 4. August, 11 Uhr .

Die beiden Fotografen Gilbert Schmidt und Dieter Walter stellen Kleinserien – zwischen drei und fünf Bildern – aus. Thematisch spannt sich der Bogen von real entsprechenden, gegenständlichen Motivdarstellungen, bis hin zu abstrakten Farbverfremdungen real existierender Motivvorlagen.

Präsentiert wird eine fantastische Bandbreite an Fotografien mit faszinierenden Eindrücken – ob Motiv, Farbe, Struktur oder Stimmung. Die Ausstellung mit dem Titel „Serielle Motivgestaltung – von klassisch bis abstrakt“ wird am Sonntag, 4. August, im Rahmen einer Vernissage mit Umtrunk ab 11 Uhr im Haus Saargau eröffnet.

Gilbert Schmidt zeigt eine Serie sich bewegender Mohnblumen. Ausdrucksstark in Schwarz-Weiß gestaltet, tänzeln sie wie Ballerinen über eine Bühne.

Faszinierende, farbstarke Rissobjekte treten auf den Betrachter zu.

Dem Meer abgewandte Strandkörbe fangen den Blick. Ruhe und Weite vermitteln Strände, flankiert mit rettenden Pfahlbauten, die bei plötzlichem Eintritt der Flut Zuflucht bieten. Segler am Horizont lassen die Fantasie spielen, ob sie ankommen oder doch eher aufs Meer hinausfahren.

Wechselnde Lichtstimmungen an verschiedenen Tageszeiten sind widergespiegelt. Die starke emotionale Bindung des Fotografen ist in den Werken spürbar. Vertikale Strukturen treten als Spuren des Zerfalls in einer ehemals feudalen Umwelt in Erscheinung.

Gleich fesselnd sind die Fotografien von Dieter Walter. In seiner Serie Blumensträuße verbergen die Blumen ihre bunte Vielfalt in einer monochromen Welt hinter einem Rahmen.

Nur die Blüten, die dem Rahmen entkommen sind, erlangen ihre Farbigkeit wieder. In einer weiteren Serie werden Menschen und Farben eins. Sie bewegen sich in einem Farbraum, verschmelzen mit ihm. Imposante Steinskulpturen, geschliffen von Gletschern und Wasserströmen in Bundsandsteinfelsen, geben Kunde von der künstlerischen Gestaltungskraft der Natur. Die Serie ‚Verlassenes Museum‘ führt den Betrachter durch ein virtuelles Museum, das aufgegeben werden musste, weil niemand der Kunst zugetan war.

Kanal- oder Gullydeckel begegnen uns auf Schritt und Tritt. Wir laufen, oder fahren ständig über sie hinweg. Doch ihre Formen und die oft kunstvollen Designs sind es wert, genauer auf sie zu schauen.

Alle diese Serien haben Bild für Bild einen fotografischen Hintergrund.

Das Haus Saargau ist montags bis mittwochs sowie sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. red./am

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