Semester der Volkshochschule wird beendet

Frühjahrssemester ist in Vorbereitung – Angebote der Grundbildung laufen weiter

ST. WENDEL Zum Semesterbeginn am 7. September bestand noch große Hoffnung, dass zumindest die Kurse, die im Frühjahr begonnen hatten, noch hätten beendet werden können. Seit Beginn des aktuellen Lockdown hat sich diese Hoffnung aber nicht bestätigt.

Der Vorsitzende der St. Wendeler Volkshochschule, Bürgermeister Peter Klär, und der Leiter der VHS, Axel Birkenbach, haben sich dazu entschlossen, das Herbstsemester mit sofortiger Wirkung zu beenden. Es ist zurzeit mehr als schwer kalkulierbar, was in den nächsten Wochen passieren wird.

Es könnten ohnehin nicht alle Kurse weitergeführt werden. Alle Bewegungsangebote sind derzeit nicht erlaubt und die Sporthallen und Gymnastikräume sind geschlossen. Ob diese dieses Jahr wieder freigegeben werden, ist nicht absehbar, aber eher unwahrscheinlich. Dann gäbe es auch mit den Weihnachtsferien wieder einen Einschnitt und zahlreiche Kurstermine müssten noch in den Januar hinein verlegt werden.

All dies, insbesondere aber der Wunsch, die Teilnehmer und Kursleiter durch die Beendigung der Kurse vor einer vermeidbaren Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, hat die Entscheidung beeinflusst, wenngleich es auch nachvollziehbar ist, dass der Besuch der Kurse für die Teilnehmenden ein wichtiger Bestandteil im Wochenablauf ist, auf den sie nun verzichten müssen.

Die St. Wendeler Volkshochschule plant aber derzeit wieder ein neues Semester – das Frühjahrssemester 2021 wird am 1. März beginnen – dann hoffentlich mit gesunkenen Infektionszahlen und gelockerten Auflagen.

Selbstverständlich wird die gezahlte Kursgebühr anteilmäßig für die nicht mehr stattfindenden Termine erstattet, es sei denn man möchte darauf verzichten und der VHS damit quasi eine Spende für ihre gemeinnützige Arbeit zukommen lassen.

Die Kursteilnehmer werden alle schriftlich über die Beendigung des Herbstsemesters und die entsprechende Abwicklung informiert.

Die Angebote im Rahmen der Grundbildung – Lesen, Schreiben, Rechnen und mehr – werden fortlaufend in Zusammenarbeit mit der Arbeitsmarktinitiative St. Wendel durchgeführt, wenn entsprechender Bedarf besteht.

Wer Menschen kennt, die gering literalisiert sind und Hilfe benötigen, um ihre Lese- und Schreibfähigkeiten zu verbessern oder Unterstützung benötigen, um alltägliche Rechenaufgaben oder lebenspraktische Situationen besser zu meistern, kann diese an die ArbIW gGmbH unter Tel. (06851)9129070 verweisen. Hier berät man über die kostenlosen Fördermöglichkeiten.

red./hr

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de