Schwarz und Weiß und unzählige Nuancen

Zwei Ausstellungen im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

KAISERSLAUTERN Zwei Ausstellungen eröffnet das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern am Dienstag, 19. Februar, um 19 Uhr mit Museumsdirektorin Dr. Britta E. Buhlmann und den beiden Kuratorinnen Sabrina Wilkin und Jessica Neugebauer: „Zwischen Schwarz und Weiß – Bestandsprobe V“ und „Lon Pennock“. Zu sehen sind die rund 50 Arbeiten bis 31. März.

Mit der fünften Präsentation der Ausstellungsreihe „Bestandsprobe“ widmet sich das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern den beiden „unbunten“ Farben Schwarz und Weiß sowie den zarten Tönen, die zwischen ihnen liegen. Farben wirken auf den Betrachter individuell, emotional und rufen unterschiedliche Assoziationen hervor. Auch Schwarz und Weiß besitzen unzählige Nuancen und vielfältige Qualitäten. Welch variationsreiches Spiel auch mit dem unbunten Grau möglich ist, zeigen ausgewählte Beispiele aus der Sammlung des mpk.

Dabei vereint „Bestandsprobe“ vor allem Neuerwerbungen des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern aus den letzten zehn Jahren. Zu ihnen zählen unter anderem die im letzten Jahr erworbene Lackskulptur des japanischen Künstlers Nobuyuki Tanaka sowie zwei Werke des belgischen Künstlers Marc Angeli, die sich seit 2013 im mpk befinden.

Zwei weitere Neuerwerbungen werden im Rahmen der Ausstellung erstmals den Besuchern vorgestellt: Eine Klanginstallation von Julius Stahl sowie ein Relief des britischen Künstlers Alan Reynolds. Diese und weitere, teils großformatige Arbeiten aus dem 20. und 21. Jahrhundert, darunter Gemälde, Skulpturen und Graphiken, sind nach Themen gegliedert, die die besonderen Qualitäten der unbunten Farben zum Vorschein treten lassen: Licht und Verborgenes, Hell und Dunkel, Monochromie, neue Bildformen, optische Illusion sowie Linienspiele in Schwarz, Weiß und Grau.

Ausgestellte Werke stammen unter anderem von Josef Albers, Lucio Fontana, Norbert Frensch, Katharina Hinsberg, Michael Kidner, Lon Pennock, Alan Reynolds, Georgia Russell, Julius Stahl, Nobuyuki Tanaka und Günter Umberg.

Eine eigens für das Museum geschaffene, abstrakte, schwarz patinierte Stahlskulptur des 1945 in Den Haag geborenen Lon Pennock wird im Außenbereich des Museums installiert. Zeichnungen und Modelle des Künstlers sind in einem besonderen Raum der Ausstellung zu sehen. Es erscheint eine kleine Publikation mit Aufsätzen zu Schwarz und Weiß sowie Lon Pennock. Der Umfang umfasst rund 20 Seiten, der Preis beträgt etwa fünf Euro.

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern am Museumsplatz 1 ist dienstags von 11 bis 20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.red./dos

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