Schneeräum- und Streupflicht

Zentraler Betriebshof Neunkirchen ist im Winterdiensteinsatz

NEUNKIRCHEN Die Kreisstadt Neunkirchen weist aus aktuellem Anlass auf die Schneeräum- und Streupflicht hin. Die Schneeräumung und Glättebeseitigung auf den Gehwegen und Bürgersteigen nach den Vorschriften der einschlägigen Straßenreinigungssatzung der Kreisstadt Neunkirchen obliegt den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke.

Für Straßen ohne Gehwege, etwa verkehrsberuhigte Bereiche mit niveaugleichem Ausbau von Gehweg und Fahrbahn sowie befahrbare Wohnwege, ist geregelt, dass Anlieger einen Streifen von mindestens 1,50 Meter für den Fußgängerverkehr entlang der Grundstücksgrenzen freihalten, also räumen und streuen müssen.

Der Zentrale Betriebshof Neunkirchen (ZBN) räumt und streut die Straßen nach einer genau definierten Prioritätenliste: „Wir räumen immer erst in Haupt- und Durchgangsstraßen sowie die Zufahrten zu Krankenhäusern, Polizei und Feuerwehren. Erst wenn diese 230 Kilometer Fahrbahn versorgt sind, können wir uns um die übrigen Bereiche kümmern“, sagt Jörg Gutmann, Abteilungsleiter beim ZBN. Die Räum- und Streupläne werden regelmäßig aktualisiert. Auf öffentlichen Parkplätzen werden zunächst nur die Wege für die Fußgänger verkehrssicher gemacht.

Der ZBN ist gerüstet: 350 Tonnen Salz, 50000 Liter Salzsole, die man selbst herstellt, sowie Splitt als abstumpfendes Mittel sind derzeit eingelagert. Insgesamt belaufen sich die Materialkosten auf durchschnittlich 90000 Euro pro Jahr, bilanziert Gutmann.

In den Tagesrandzeiten und am Wochenende stehen rund 80 Mitarbeiter in Bereitschaft, um den Streudienst außerhalb der Dienstzeiten zu gewährleisten. Tagsüber werden je nach Witterungslage ab sechs Uhr bis zu 160 Mitarbeiter eingesetzt. Besonders arbeitsintensiv gestaltet sich das Sichern öffentlicher Wege, Plätze, Treppen und Grundstücke, wo größtenteils von Hand gestreut wird.

Der Arbeitstag des Einsatzleiters beginnt bereits um zwei Uhr nachts. Ab vier Uhr früh sind acht Streufahrzeuge für den Straßendienst und ab fünf Uhr sechs Schmalspurschlepper für die breiteren Geh- und Radwege für die Neunkircher Bürger im Räumeinsatz.

Schwierigkeiten bereitet es dem ZBN, wenn die eigenen Fahrzeuge im Stau stecken: „Viele Autofahrer sind mit Fahrzeugen ohne Winterbereifung unterwegs. Dadurch kommt der Verkehr zum Erliegen und auch unsere Streufahrzeuge stecken dann im Stau fest“, sagt Gutmann.

red./eck

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