Scheckübergabe mit Ständchen

Finanzielle Zuwendung zum Kita-Erweiterungsbau in Oberwürzbach

OBERWÜRZBACH Das können selbst honorige Personen aus St. Ingbert nicht vorweisen: ein gemeinsames Geburtstagsständchen von Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer zusammen mit Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und weiteren Erwachsenen. Lenni kann das. War er doch just an diesem Tag gerade erst sechs Jahre alt geworden, in der Kita Oberwürzbach. „Das hatten wir auch noch nicht“, bekannte Eva Deutsch, Leiterin der Kita. Eine kleine Kindergruppe revanchierte sich ihrerseits mit einem musikalischen Empfang der Gäste. Na gut, das war nicht der Grund, warum sich alle eingefunden hatten, aber ein besonders schönes Erinnerungsgeschenk für Lennie war es schon. Vor exakt zehn Jahren wurde die Kita schon einmal vergrößert. Jetzt herrscht wieder Raumnot. Ein weiterer Anbau mit einem Gruppenraum und dazugehörigem Förderraum inklusive Fluranteil schafft Abhilfe. Der 562 Quadratmeter große umbaute Raum hat eine Nutzfläche von 103 Quadratmetern und wird in Holzständerbauweise erstellt, wobei sich Fassade und Bauform dem 2010 errichteten Anbau anpassen. Auch im Außenbereich ergeben sich Veränderungen. Die Anlage wird um einen Terrassenbereich vor dem Gruppenraum vergrößert.

All das läuft ins Geld. Finanziell gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Bildung und Kultur und durch den Saarpfalz-Kreis. Für die Schaffung der 25 neuen Kindergartenplätze steuert das Land 208600 Euro zu den veranschlagten 521500 Euro Gesamtkosten bei. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot war selbst gekommen, um den symbolischen Scheck zu überreichen. „Kitas sind systemrelevant und zu Bildungseinrichtungen geworden, in denen sich manches realisieren lässt“, stellte sie heraus. Es mache Freude zu sehen, dass alles gut funktioniere. Man werde seitens des Landes auch weiter in die Ausbildung von Erziehern investieren. Hans-Josef Daubaris vom Kreisjugendamt hob den Kostenanteil des Kreises in Höhe von 150000 Euro hervor.

25 neue Plätze

Kinder hatten eine Bilderwand gestaltet, auf der zu sehen war, was sie sich im Zuge des Anbaues erhofften: ein Trampolin, eine Kletterwand, einen Basketballkorb, sogar ein Wellenbad mit Rutsche von der Decke, ein Schwimmbad mit Quietschentchen, eine Eisdiele und einen Roboter, der alles bringt, waren dabei. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer machte sich so seine Gedanken. Man wolle versuchen, möglichst viel davon zu verwirklichen, meinte er. Ob allerdings eine Eisdiele dabei sein werde, glaube er kaum. Spontan versprach er aber eine Runde Eis für die Kinder. Sein Dank galt Land und Kreis für die finanzielle Unterstützung, aber auch den Erzieherinnen für ihre Arbeit mit den Kindern und Mike White von der Stadtverwaltung. Er verwies darauf, dass zurzeit in St. Ingbert zwei Kindergarten-Neubauten anstehen, der Kindergarten St. Konrad in St. Ingbert und die Kita in Rohrbach, bei der die Standortentscheidung noch abgeschlossen werden müsse. all

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