Salbe aus Ehrenpreis bei Hautkrankheiten

Naturpark-Wildkräuterküche im Herbst: der „Echte Ehrenpreis“

WEISKIRCHEN/HERMESKEIL Der „Echte Ehrenpreis“ (Veronica officinalis) ist ein vielseitiges Heilkraut, welches in Vergessenheit geraten ist. Schon Hildegard von Bingen empfahl eine Salbe aus Ehrenpreis bei Hautkrankheiten und hat das Wildkraut sehr geschätzt.

Ehrenpreis kulinarisch

Der herb-aromatisch schmeckende Ehrenpreis wird zur Beimischung in Salaten, Gemüsegerichten oder Smoothies verwendet. Genutzt werden junge Triebe mit und ohne Blüten. Sein Geschmack erinnert etwas an Schwarztee, deshalb eignet er sich auch gut zur Teebereitung.

Ehrenpreis heilwirksam

Als Tee oder Saft und äußerlich in Form von Umschlägen und Badezusätzen kann das Wildkraut angewendet werden. Es wirkt antibakteriell, blutreinigend, entgiftend, entzündungshemmend, harntreibend, nervenstärkend und stoffwechselanregend. Wertvolle Inhaltsstoffe sind Aucubin, Bitterstoffe, Eisen und Gerbstoffe. Bei Rheuma, Gicht, Hautkrankheiten, Vaginalpilz, Verbrennungen und Juckreiz kann ein Voll- oder Sitzbad mit Ehrenpreis genommen werden. Hierzu zwei Hände voll des Krautes mit zwei Litern Wasser aufkochen, 15 Minuten stehen lassen, abseihen und zum Badewasser geben.

Boden und Standort

Der Ehrenpreis wird bis zu 30 Zentimeter hoch, häufig auch kleiner und wächst auf Wiesen, Gärten, Waldränder und Wegrändern.

Weitere Infos gibt es zum Beispiel online unter www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/echter-ehrenpreis/. Informationen über den Naturpark erhalten Interessierte bei der Naturpark-Geschäftsstelle Hermeskeil, Tel. (06503) 9214-0 und E-Mail an info@naturpark.org.red./ti

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