saarVV: „Wir steigen wieder ein!“

Bus und Bahn bringen die Fahrgäste sicher ans Ziel – wenn alle mitmachen!

SAARBRÜCKEN Mit Schulbeginn Mitte August wird sich die Situation im saarländischen ÖPNV weiter normalisieren. Deshalb möchte der saarVV im Zuge der Kampagne „Wir steigen wieder ein“ – u. a. mit Druck- und Web-Anzeigen, Radiospots sowie Film- und Fotobeiträgen über seine Social Media-Kanäle und Videowalls – aufzeigen, dass man mit Bus und Bahn sicher ans Ziel kommt.

Entscheidend dabei ist, dass die Fahrgäste aktiv mitmachen. Ob Schule, Arbeitsplatz oder ein Treffen mit Freunden: In den Verkehrsmitteln des ÖPNV ist man genauso geschützt wie am jeweiligen Zielort, wenn alle Fahrgäste weiterhin ihre Mund-Nasen-Bedeckung tragen und die Abstands- und Hygienevorgaben einhalten. Diese Maßnahmen sind und bleiben in Corona-Zeiten wichtig – zum eigenen Wohl und zum Schutz anderer. Das Auto muss also keine zwingende Alternative sein, um die Kinder in die Schule zu bringen oder um morgens zur Arbeit zu fahren. Busse und Bahnen bieten hier die bessere Mobilität – umweltfreundlich, ressourcenschonend und verkehrsentlastend.

„Wir wollen mit der Kampagne das Vertrauen der Kunden in den ÖPNV zurückgewinnen und an die Eigenverantwortlichkeit der Kunden appellieren konsequent ihren Mund-Nasen-Schutz zu tragen und den notwendigen Abstand einzuhalten. Wenn alle mitspielen, können wir Schritt für die Schritt die Auslastung der öffentlichen Verkehrsmittel wieder vergrößern“, sagte Elke Schmidt, Geschäftsführerin der SNS Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH, bei der Vorstellung der Informationskampagne.

Wichtigstes Ziel für die Verkehrsunternehmen im saarVV ist die Rückgewinnung von Kunden und damit von Fahrgeldeinnahmen zur Finanzierung des ÖPNV, da im Zeitraum März bis Juni ein Minus von acht Millionen Euro eingefahren wurde, das wohl bis Ende des Jahres auf 16 Millionen ansteigen werden wird.

Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, sieht nun auch den richtigen Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in ein „neues Leben“ mit einem flexiblen und attraktiven ÖPNV. „Der saarVV hat in den letzten Wochen und Monaten eine unfassbare Leistung erbracht. Durch die Vielzahl der getroffenen Maßnahmen wurde den Kunden ein stabiles Verkehrsangebot auf angeboten. Durch staatliche Hilfe – seitens des Bundes und des Landes – werden wir unterstützend zur Seite stehen und nach der Krise einen attraktiven ÖPNV im Saarland anbieten.“

Gleichzeitig dankte Rehlinger allen Saarländern, die vernünftig handeln und die Abstands- und Hygienemaßnahmen im ÖPNV umsetzen, um so die Gesundheit aller zu schützen und die Infektionszahlen auf einem niedrigen Niveau zu halten. „Das Motto lautet jetzt ‚Mit Abstand, aber mit Zusammenhalt‘, so werden wir auch die Krise bewältigen können“, sagte Rehlinger.

Auch Peter Edlinger, Geschäftsführer der Saarbahn, dankte allen Verkehrsunternehmen für die Anstrengungen und die umgesetzten Maßnahmen und erklärte, dass man seitens der Saarbahn bereit sei und nun wieder durchstarten wolle. „Vor der Corona-Krise beförderten wir täglich 140 000 Fahrgäste. Seit Anfang Juni verzeichnen wir bei der Saarbahn etwas mehr als die Hälfte der Fahrgäste. Doch mit einer Erholung der Fahrgastzahlen auf das Vor-Krisen-Niveau rechnen wir frühestens im nächsten Jahr“, erklärt Peter Edlinger, Geschäftsführer der Saarbahn, die Situation. Deswegen wird in den kommenden Monaten und Jahren eine Unterstützung des ÖPNV von Bund und Land wegen pandemiebedingter Mindereinnahmen notwendig sein. Nur so kann der ÖPNV seine Rolle als Rückgrat einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität behalten und ausbauen. Denn ein attraktiver ÖPNV ist essentiell für die selbstbestimmte Mobilität von Millionen Menschen und ein Schlüssel für die Erreichung der Klimaziele. jb

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