S-Bahn Homburg-Zweibrücken

Wiederinbetriebnahme im Jahr 2025 möglich

ZWEIBRÜCKEN/HOMBURG Sowohl der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) als auch der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing (FDP) haben Anita Schäfer (MdB, CDU) auf Nachfrage bestätigt, dass der Zeitplan trotz Verzögerungen noch Gültigkeit hat und die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken voraussichtlich im Jahr 2025 erfolgen kann.

Die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer hatte sich Anfang Mai an Ministerpräsident Hans und Verkehrsminister Dr. Wissing gewandt, um einen raschen Projektfortschritt bei der Reaktivierung der Bahnstrecke von Homburg nach Zweibrücken anzumahnen.

„Ich hoffe sehr, dass alle Beteiligten der Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken die Aufmerksamkeit und Relevanz beimessen, die sie verdient“, so Schäfer. „Gerade für unsere eher strukturschwache Region ist es enorm wichtig, dass – auch aus touristischen Gründen – die frühere Verbindung zwischen dem pfälzischen Zweibrücken und dem saarländischen Homburg im wörtlichen Sinne wieder ins Gleis gesetzt wird“, argumentiert die CDU-Bundestagsabgeordnete.

Sachstand: Im Juli 2018 wurde der Planungsvertrag von den beteiligten Projektpartnern, also der DB Netz AG, den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland sowie dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar Mitte, unterzeichnet. Die Entwurfsplanung ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen. Die Baukosten hatten sich von 25,5 Millionen Euro (2012) auf inzwischen 31 Millionen Euro (2017) erhöht. Nach Abschluss der Entwurfsplanung im Frühjahr 2020 muss dann erneut evaluiert werden, ob der volkswirtschaftliche Nutzen des Projekts noch gegeben ist.

Dieser ist Voraussetzung für einen Zuschuss des Bundes und die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens. Ein Baubeginn wäre dann frühestens Mitte 2023 und die Inbetriebnahme der Strecke im Frühjahr 2025 möglich. Das Projekt liegt also weiterhin im Zeitplan. „Ich erwarte, dass dieses für uns so wichtige Projekt jetzt aber auch mit Energie verfolgt wird. Jede Engelsgeduld ist mal aufgebraucht.“, mahnt Schäfer.red./dos

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