Rundum-sorglos-Paket an die Hand geben

Klima- und Artenschutz in den Kommunen: Präsentation der Leitfäden

KAISERSLAUTERN Studenten der Technischen Hochschule Bingen haben unter Anleitung der Klimawandelmanagerin des Bezirksverbands Pfalz, Antonia Müller-Ruff, zwei individuelle Leitfäden erarbeitet, die gleichermaßen den Klima- und den Artenschutz bei Grünflächen in Gemeinden fördern sollen.

Das besondere Merkmal dieser Leitfäden besteht darin, dass als Grundlage die natürlich vorkommenden Arten um die beiden Gemeinden analysiert wurden. So können die später veränderten Flächen in den Dörfern als natürliche Verlängerung auch für geschützte Biotope und Arten dienen. Dabei hilft nicht zuletzt, dass neben Pflanz- und Gestaltungsempfehlungen auch Hinweise auf die richtige, meist unkomplizierte Pflege gegeben werden.

In Anwesenheit von Umweltministerin Ulrike Höfken, Bezirkstagsvorsitzendem Theo Wieder und Landrat Rainer Guth, wurden die Leitfäden im Dorfgemeinschaftshaus Bennhausen im Donnersbergkreis vorgestellt. Nach der Begrüßung durch die Bürgermeister von Dannenfels und Bennhausen, Ernst-Ludwig Huy und Reinhard Horsch, sowie Antonia Müller-Ruff stellten die Studenten die Leitfäden den Bürgern und den weiteren Gästen aus Politik und Naturschutz vor. Den Abschluss bildete eine Expertenrunde, in der Fragen der Gäste beantwortet wurden. Unterstützend mit im Boot ist auch die Energieagentur Rheinland-Pfalz, die das Projekt „KlikK aktiv – Klimaschutz in kleinen Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten“ ins Leben gerufen hat.

Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Kommunen, die ihre Grünflächen so gestalten müssen, dass sie den Veränderungen gewachsen sind. Auch die Bürger können einen Beitrag leisten, um die Artenvielfalt zu erhalten. Hier spielt die Umgestaltung von einfachen Rasen- oder sogar Schotterflächen in naturnahe Gärten eine wichtige Rolle. Dabei ist auf die Auswahl von zum Standort passenden heimischen Pflanzen ebenso zu achten wie auf das Aufhängen von Nistkästen und eine insektenfreundliche Beleuchtung.

Bei einem Vergleich von Natur- und Steingärten lässt sich feststellen, dass Naturgärten nicht nur einen positiven Effekt auf das Klima der Siedlungen und ihrer Natur haben, sondern auch finanziell deutlich günstiger ausfallen. Mit den Leitfäden wollen die Studierenden den Gemeinden und ihren Bürgern ein Rundum-sorglos-Paket an die Hand geben, um der Natur einen Raum zum Wachsen und Gedeihen zu schaffen und ein noch lebenswerteres Dorf zu gestalten.red./dos

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