Rotary Club unterstützt Porta e.V.

Ziel: Menschen mit psychischen Problemen die Alltagsgestaltung ermöglichen

Neunkirchen. Bereits seit Jahren fördert der Rotary Club Neunkirchen soziale und kulturelle Projekte in der Stadt und im Landkreis. So wird das Projekt „Kinder lernen Deutsch“ in Kooperation mit der Stadt an Schulen und Kindergärten unterstützt, um soziale Kompetenz und soziale Einbindung nicht nur bei Kindern mit Migrationshintergrund zu fördern.

Diesem Ziel dient auch das, von den Neunkircher Künstlern Hans Huwer und Monika Vomwalde gestaltete, Stadtbuch für Kinder „Mein Neunkirchen“, in dem Grundschulkindern ihre Heimatstadt auf spielerische Art näher gebracht wird.

Mit der Scheckübergabe an Porta e.V. unterstützt der Rotary Club nun auch einen Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, erwachsenen Menschen mit psychischen und in der Folge auch erheblichen sozialen Problemen wieder zu einer möglichst normalen und befriedigenden Alltagsgestaltung zu verhelfen.

Damit wird Ihnen ein angemessener Platz in der Gesellschaft gesichert. Vor dem Hintergrund der Erfahrung, dass psychische Krankheiten in vielen Fällen mit erheblichen sozialen Problemen (Krankheit, Arbeitslosigkeit) einhergehen und viele der Betroffenen aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden, wurde Porta auf Initiative des früheren Chefarztes der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Fliedner Krankenhaus, Dr. Hans Georg Gerber, 1995 gegründet und hat bis heute zahlreiche Aktivitäten entwickelt.

Eine wesentliche Aufgabe des Vereins war und ist dabei von Anfang an die Organisation von sogenannten Zuverdienst-Projekten gewesen. Dabei können Teilnehmer freie Zeiten für sinnvolle Tätigkeiten einsetzen und dadurch Tagesstruktur gewinnen, Selbstwertgefühl verbessern und damit in ihrem sozialen Umfeld besser integriert bleiben. Im Rahmen der Projekte bietet Porta Beschäftigung im Vereinsbüro, in einem Service rund ums Haus, als Einkaufshilfen, Hilfen bei der Kehrwoche für ältere Mitbürger oder als personelle Unterstützung in dem von der kreuznacherdiakonie getragenen Tageszentrum Café Theodor an.

Der Verein organisiert diese Angebote, ohne dass von den Teilnehmenden irgendwelche formalen Voraussetzungen erfüllt werden müssten und grundsätzlich ohne zeitliche Begrenzung. Diese Tätigkeit hilft Menschen in sehr schwierigen Lebenslagen auf unkomplizierte Art und Weise, sich selbst ihren Platz in einem weitgehend normalen Umfeld zu erhalten, ohne dass sie sich als Almosenempfänger erleben müssen.

Die Arbeit des Vereins, oftmals auch in enger Kooperation mit Stadt-, Kreis- und Arbeitsverwaltung, erfolgt dabei ehrenamtlich. Die Projekte tragen sich dadurch im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe finanziell weitgehend selbst.

Hilfe zur Selbsthilfe

Eine Finanzierung durch die Sozialkassen erfolgt nicht und ist auch bewusst nicht vorgesehen, um die notwendige Kreativität und Flexibilität der Vereinsarbeit nicht unnötig einzuschränken. Der Erfolg der ehrenamtlich erbrachten Arbeit kann sich sehen lassen.

Allein in den beschriebenen Arbeitsprojekten waren und sind über die vielen Jahre immer zwischen 20 und 30 Personen beschäftigt. Die Teilnahme an den Projekten ist zeitlich nicht begrenzt. Einige der Teilnehmer arbeiten so schon viele Jahre bei Porta mit, wobei in Einzelfällen auch eine Reintegration in den normalen Arbeitsmarkt gelungen ist.

Aktuell beschäftigt der Verein selbst drei Mitarbeiter in regulären Arbeitsverhältnissen. Das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe und die Tatsache, dass sich die Arbeit des Vereins grundsätzlich auch finanziell selbst trägt, kann aber nicht hundertprozentig verhindern, dass es aufgrund von nicht zu vermeidenden Kosten, für gesetzlich vorgeschriebene und nicht ehrenamtlich zu erbringende Maßnahmen, auch manchmal zu finanziellen Engpässen kommt.

Hier ist Porta natürlich sehr dankbar, dass zur Weiterführung der für die einzelnen Betroffenen und für die Allgemeinheit wichtigen und erfolgreichen Arbeit, die Stadt Neunkirchen unterstützt. Außerdem stellen Spenden, wie die aktuelle des Rotary Clubs, die Fortführung der Projekte sicher.

Die Stadt belegt mit ideeller und praktischer Hilfe ihr Bemühen, die Lebensverhältnisse gerade auch für nicht privilegierte Bürger zu verbessern. red./am

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