Rossini: Genie und Genießer

Ein musikalisch kulinarischer Abend in der Pirmasenser Festhalle

PIRMASENS Auf einen musikalisch-kulinarischen Abend der besonderen Art darf sich das Publikum am Dienstag, 10. März, freuen. Die Kammeroper München widmet sich musikalisch und szenisch dem Genie und Genießer Gioacchino Rossini. Lukullische Gaumenfreuden entführen in der Pause nach Bella Italia.

Er war mit insgesamt 38 Opern einer der produktivsten und erfolgreichsten Komponisten seiner Zeit und hatte auch einen erlesenen Gaumen. Die beträchtlichen Geldmengen, die ihm seine großen Erfolge wie „Der Barbier von Sevilla“ oder „Aschenputtel“ einbrachten, investierte der 1792 in Pesaro geborene Italiener in einen luxuriösen Lebensstil. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf die Küche.

Nachdem sich Rossini im Alter von 38 Jahren weitgehend zur Ruhe gesetzt hatte, frönte er seiner wirklichen Leidenschaft: dem Essen und Kochen. Und er muss auch erfolgreich gewesen sein, denn die Pariser Gesellschaft riss sich um Einladungen an seiner Tafel. Von Trüffel, Gänseleber, Truthahn, Maccheroni und Wein konnte er nie genug kriegen.

„Rossini war ein dicker Mann“, eröffnet Sprecher Dominik Wilgenbus den Abend, um später einen Zeitgenossen zu zitieren, der den Maestro als „lustig aussehenden Mann“ beschrieb, der einen „prallen Wanst“ hätte. Der Texter und Regisseur Wilgenbus unterhält das Publikum in der Festhalle mit launigen Zwischentexten, zitiert aus Briefen und lässt Zeitzeugenberichte zu Wort kommen, abgerundet durch herrliche Anekdoten aus Rossinis Leben.

Für die akustische Verführung zeichnet das Ensemble der Kammeroper München verantwortlich. Ein Wiedersehen gibt es mit Nabil Shehata. Dem Sohn Deutsch-Ägyptischer Eltern obliegt als Chefdirigent die Leitung des Abends. Zuletzt war der 39-Jährige anlässlich eines Kammerkonzertabends der Mozartgesellschaft im Januar 2019 in der Festhalle zu hören. Damals verstärkte er als Solobassist das „Piano Quartet“. Auch stand er schon mehrfach in Pirmasens am Pult, darunter als Gastdirigent der Staatsphilharmonie Reinland-Pfalz. Irena Weber (Mezzosopran), Modestas Sedlevicius (Bariton) sowie ein Tenor (die Besetzung steht noch nicht endgültig fest) präsentieren mit einem elfköpfigen Orchester die schönsten Arien, Duette und Terzette aus Rossinis Werken. Gleich zum Auftakt erklingt die Ouvertüre von „Die diebische Elster“. Es folgen Werke aus den Opern „La Cenerentola“ (Aschenputtel), „Die Italienerin in Algier“, „Cyrus in Babylonien“ und „Der Barbier von Sevilla“.

Zur Gaumenfreude des Publikums wird in der Pause ein spezieller „Rossini-Teller“ serviert, bestehend aus kalt-warmen italienischen Spezialitäten, der keine Wünsche offen lässt.

Die Veranstaltung in der Festhalle beginnt um 19 Uhr. In der Pause besteht für Besucher, die zuvor reserviert haben, die Möglichkeit, einen Imbiss im Foyer einzunehmen. Eintrittskarten sind im Vorverkauf beim Kulturamt im Rathaus am Exerzierplatz erhältlich, Tel. (06331) 842352; E-Mail: kartenverkauf@pirmasens.de erhältlich. Das kulinarische Angebot kann ausschließlich vorab (eine Bestellung vor Ort ist nicht möglich) gebucht werden. Die Abendkasse in der Festhalle ist ab 18 Uhr geöffnet.red./dos

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