„Rettet die Reisebranche“

Treffen saarländischer Reiseunternehmer mit Bundesminister Heiko Maas

SAARBRÜCKEN Angesichts der schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für die saarländischen Reisebüros und Reisebusunternehmen, sowie der andauernden Reiseeinschränkungen im Tourismusverkehr, konnten sich mehrere Inhaber von Reisefirmen mit dem saarländischen Abgeordneten des Deutschen Bundestags und Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) treffen, um persönliche Eindrücke der letzten Monate und mögliche Lösungsansätze zu besprechen. Konkrete Anregungen aus dem Treffen will Maas nach Berlin mitnehmen, die dazu beitragen sollen, den Beschäftigten und Unternehmen in der Reisebranche durch diese schwere Krise zu helfen.

Joerg Franzen, Sprecher des Aktionsbündnisses saarländischer Reisebüros, schilderte die negative Ausnahmesituation der Reiseunternehmen während der Covid-19 Zwangslage, die stornierungsbedingt auch die vorhergehenden Monate des Lockdowns betraf. Reisebüros im Saarland verzeichnen demnach aufgrund anhaltender geringer Nachfrage Umsatzverluste von über 90 Prozent und sind auf Überbrückungshilfen von Bund und Land angewiesen.

Hans Gassert vom Landesverband Verkehr Saarland erläuterte, dass auch die Reisebusunternehmer nur vereinzelte Neubuchungen verzeichnen können. Die Busunternehmen seien einer solchen Krise kaum gewachsen. Zudem ist das angekündigte Hilfsprogramm für viele Unternehmen unzureichend.

Maas erläuterte gegenüber den Unternehmern, wie aktuelle Reisewarnungen und Reisehinweise Zustandekommen. Einig waren sich alle Gesprächsteilnehmer, dass die Gesundheit der Touristen absolute Priorität hat. Die Entwicklung eines Impfstoffes sei essenziell für die Zukunft der Reisebranche. In Zukunft soll ein neu zu gründender saarländischer Verband die Interessen der heimischen Reisebüros vertreten. Das Treffen fand unter Berücksichtigung der aktuellen Regeln der Infektionsschutzverordnung des Saarlandes statt. red./jb

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