Reise ins Literaturland Saar

Literarisches Onlineportal besteht seit drei Jahren

SAARBRÜCKEN Literarische Veranstaltungen sind abgesagt – wie wäre es also mit einer literarischen Rundreise durch das Saarland per Internet?

In diesem Monat besteht das Literaturportal literaturland-saar.de seit drei Jahren. Alle 52 saarländischen Gemeinden sind hier literaturtopographisch aufgearbeitet. Welche Spuren hat Nalbach in der Literatur hinterlassen? Wie heißt noch mal der Berliner Autor, der in Bubach-Calmesweiler aufgewachsen ist?

Mit einfachem Mausklick kann man in literaturland-saar durch die Landschaft surfen, von Ort zu Ort, von Ort zu Autor, von Autor zu Autor. Dass Goethe in Saarbrücken war, weiß inzwischen jeder Literaturinteressierte. Aber wer kennt die Beziehungen von Heinrich Böll und Günter Grass zum Saarland? Oder von Karl May? Rund 350 Autoren sind mittlerweile erfasst, und es kommen ständig neue Namen hinzu.

Das Literaturportal ist auch an den Grenzen des Saarlandes geöffnet. Ein Ausflug führt nach Rheinland-Pfalz an die untere Saar. In einem anderen Beitrag wird das schwierige Verhältnis der Stadt Pirmasens zu ihrem genialen Sohn Hugo Ball beleuchtet.

Und auch das angrenzende Frankreich kommt ins Blickfeld. Wer hätte das gedacht, das kleine Forbach ist voll von literarischen Bezügen. Metz sowieso. Und die Spuren des großen Abenteurers und Frauenhelden Giacomo Casanova lassen sich bis ins Krumme Elsass verfolgen.

Für Saarländer ist die Reise durch das Literaturland Saar ein Stück Heimatkunde, einmal unter einem anderen Blickwinkel. Aber auch immer mehr Auswärtige nähern sich dem Bundesland auf diesem Wege. Die Zahl der Nutzer von literaturland-saar wächst von Monat zu Monat. Eine statistische Erhebung hat ergeben: Wer das literarische Saarland einmal betreten hat, der bleibt für länger. Vorsicht ist also geboten: Surfen durch literaturland-saar.de kann süchtig machen!red./tt

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