Regelmäßiges Üben ist Pflicht

Brigadesprungwoche vom 29. Juni bis 3. Juli in Zweibrücken und Düren

ZWEIBRÜCKEN/SAARLOUIS Bei geeignetem Wetter wird die Luftlandebrigade 1 Saarland vom 29. Juni bis zum 3. Juli während der sogenannten Brigadesprungwoche einen ganzwöchigen Fallschirmsprungdienst abhalten. Dabei werden Fallschirmspringer aus verschiedenen Luftfahrzeugen über der Landezone in Wallerfangen-Düren sowie am Zweibrücker Flughafen abgesetzt.

Dieser besondere Fallschirmsprungdienst mit taktischem Hintergrund gehört zur jährlichen Höhepunktveranstaltung der Saarlandbrigade. Die vertikale Verbringung ist beispielsweise ein Mittel, um im Rahmen einer Luftlandeoperation an den Auftragsort zu gelangen. Um nach der Landung ihren Auftrag unmittelbar wahrnehmen zu können, springen die Fallschirmjäger und Luftlander mit Waffe und Gepäck aus dem Flugzeug ab.

Luftlandeoperationen zählen zu den Kernaufträgen der Luftlandebrigade 1. Ein regelmäßiges Üben ist daher Pflicht. Nur durch das reelle Üben, unter Einsatzbedingungen, kann die Handlungssicherheit in besonderen Situationen, aber auch der richtige Umgang mit Material und Luftfahrzeug garantiert werden. Denn eine fundierte, regelmäßige Ausbildung ist im Ernstfall die Lebensversicherung der Soldatinnen und Soldaten.

Dazu werden die militärischen Luftfahrzeuge Transall C-160 und M28 Skytruck sowie eine zivile Cessna 208 genutzt. Start- und Landeplatz für die Transall ist der Flughafen Saarbrücken, für die M28 Skytruck der Flugplatz Düren. Landezonen für die Automatik-Fallschirmspringer sind die Felder unmittelbar beim Flugplatzgelände Düren. Der Freifallsprungdienst findet an allen Tagen auf dem Flugplatz in Zweibrücken mit der Cessna 208 statt.

Um auch während der Corona-Pandemie diese Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten, nutzt die Luftlandebrigade 1 speziell entwickelte Hygienekonzepte. Diese wurden in den vergangenen Wochen durch die Amtsärzte der Bundeswehr für jeden Flugzeugtyp sowie den Fallschirmspringer selbst entwickelt: Desinfektionsspender, Tragen von Handschuhen sowie Mund- und Nasenschutz, geringere Anzahl an Fallschirmspringern in den Luftfahrzeugen sowie eine Vergrößerung des Aufenthaltsbereichs.

Die Gesundheit der Soldaten hat auch bei Ausbildung und Übung unverändert oberste Priorität und es gilt, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Und die Maßnahmen zeigen Wirkung: Bisher sind im Verantwortungsbereich der Luftlandebrigade 1, mit seinen insgesamt rund 4400 Soldatinnen und Soldaten, nur eine geringe einstellige Zahl nachweislich mit dem Virus infiziert worden. red./dos

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