Rechte der Kinder kreativ in Szene gesetzt

155 kleine Kunstwerke sind im ehemaligen Dillinger Kaufhaus ausgestellt

DILLINGEN Als Alternative zum traditionell begangenen Tag der Kinderrechte hat die Stadt Dillingen mit einer kreativen Aktion auf die Thematik hingewiesen.

„Wir, als Stadt Dillingen, pflegen diese Tradition und laden für gewöhnlich die Kinder ins Rathaus ein, um ihnen ein Forum zu bieten, auf ihre Rechte aufmerksam zu machen“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Berg. Da jedoch in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie eine Feier nicht möglich ist, hat sich der Jugendarbeitskreis in Dillingen (Jakid) eine schöne Alternative überlegt: Eine Ausstellung von 155 kleinen Leinwänden, auf denen die Kinder ihr persönlich wichtiges Recht kreativ in Szene gesetzt haben.

Die Bilder sind bis 11. Dezember im Schaufenster des ehemaligen Dillinger Kaufhauses zu sehen.

Wie lässt sich auch in Corona-Zeiten auf wichtige Feiertage hinweisen und an guten Traditionen festhalten? Jakid hatte ein Konzept zum Tag der Kinderrechte erarbeiten, das von der städtischen Jugendpflege, der Gemeindereferentin Susanne Zengerly und Christel Roden vom Kinderhilfswerk „terre des hommes“ umgesetzt wurde.

Angemeldete Kindertageseinrichtungen erhielten Kisten mit verschiedenen Bastel- und Mal-Utensilien, mit denen das Thema Kinderrechte in Szene gesetzt werden konnte. „Die Resonanz war riesig, wir freuen uns sehr darüber“, schwärmt Jugendpfleger Florian Nilius.

Kinder aus den Kindertagesstätten St. Maximin Pachten, Hl. Sakrament Dillingen, aus der Kinderinsel Diefflen, dem Katholischen Jugendtreff, der Evangelischen Kindertagesstätte Dillingen sowie aus der Therapeutischen Schülerhilfe der Caritas machten mit.

Im Rahmen dieser Aktion möchte „terre des hommes“ zudem auf die internationale Kampagne „My Planet – My Rights“ hinweisen, die das Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt weltweit verwirklichen soll (www.my-planet-my-rights.org).

„Wir fordern nicht das Recht als solches ein, denn das gibt es bereits. Sondern seine Umsetzung, zum Beispiel durch ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention!“ sagt Christel Roden.

Das bunte Ergebnis von stolzen 155 kleinen Leinwänden ist nun im Schaufenster des ehemaligen Dillinger Kaufhauses, Ecke Merziger Straße / Stummstraße, zu sehen. „Eine großartige Idee und ein tolles Ergebnis. Danke an die Arbeitsgruppe für die Umsetzung dieses außergewöhnlichen Projektes in einer außergewöhnlichen Zeit“, erklärt der Bürgermeister. red./am

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