Rani wieder auf die Füße gestellt

Feuerwehr Neunkirchen hilft Elefantendame in Not auf die Beine

NEUNKIRCHEN Zu den besonders schönen Momenten im Feuerwehrleben gehören erfolgreiche Tierrettungsaktionen, ganz egal ob es sich dabei um den kleinen in Not geratenen Vogel handelt, die klassische Katze auf dem Baum oder ganz große Vierbeiner die Hilfe benötigen. Einem ganz besonders großen Vierbeiner konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen im Neunkircher Zoo mit Erfolg helfen: Elefantendame Rani. Der gestürzten 49 Jahre alten Elefantenkuh konnten Feuerwehrangehörige, Zoomitarbeiter und THW-Helfer in einer gemeinsamen, routinierten Rettungsaktion sicher wieder auf die eigenen vier Beine helfen.

In den frühen Morgenstunden des Freitags war die betagte asiatische Elefantendame Rani in ihrer Unterkunft im Elefantentempel gestürzt. Aus eigener Kraft gelang es dem mehrere Tonnen schweren Tier nicht wieder auf die Beine zu kommen. Tierpfleger fanden den Elefanten in seiner prekären Notlage und lösten umgehend den bereits erprobten und eingespielten Notfallplan des Neunkircher Zoos aus.

Die Leitstelle alarmierte den Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt, den Tierarzt Dr. Hans-Joachim Götz für die veterinärmedizinische Versorgung und den Ortsverband Spiesen-Elversberg des Technischen Hilfswerkes.

Zum Aufrichten gestürzter Elefanten hält der Neunkircher Zoo ein spezielles Hebegeschirr samt Zubehör vor und verfügt über Kräne in den einzelnen Boxen des Elefantentempels. Da Rani aber vor den Boxen lag und damit nicht direkt unter einem der Kräne zum Aufrichten, musste sie zuerst in Position gebracht werden.

Bevor die versammelte Helfermannschaft sich gemeinsam an die Arbeit machen konnte, musste Elefantendame Rani zunächst durch Tierarzt Dr. Götz stabilisiert werden. Mit druckluftgefüllten Hebekissen hoben Feuerwehrangehörigen zunächst den schweren Elefanten behutsam an, um ihm das Hebegeschirr anzulegen. Mit der Seilwinde des vor dem Elefantentempel in Stellung gegangenen Rüstwagens der Neunkircher Wehr konnte Rani Stück für Stück in Position für das Aufrichten gezogen werden.

Mehrfach mussten Umlenkrollen im Elefantentempel umgesetzt werden, um die Elefantendame in die optimale Position zum Aufrichten zu bringen. Als Rani schließlich mittig unter einem der Kräne lag ging alles ganz schnell. Binnen weniger Augenblicke stand die 49-jährige Rani wieder glücklich auf ihren eigenen vier Beinen und winkte den erfolgreichen Helfern mit ihrem Rüssel zu.red./eck

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