Quartiersbüro Roden eröffnet

Ort des Austauschs, eine Zukunftswerkstatt und zentraler Treffpunkt für Vernetzung

RODEN Zeitlich verlaufen sie parallel, doch inhaltlich sind sie eigenständig: Die Soziale-Stadt-Fördergebiete Roden und Fraulautern. Nachdem bereits Ende letzten Jahres das Quartiersbüro in Fraulautern eröffnet wurde, folgt nun auch das im Fördergebiet Roden.

Als Quartiersmanagerin in Roden ist Anna Richter Ansprechpartnerin für die Belange der Ortsansässigen und Schnittstelle zwischen Stadtteil und Verwaltung. „Das Quartiersbüro ist ein Ort des Austauschs, eine Zukunftswerkstatt und zentraler Treffpunkt für Vernetzung“, erklärte Richter im Rahmen des offiziellen Eröffnungsabends, an dem neben der Verwaltungsspitze und Vertretern aus Stadtrat und Verwaltung auch die Mitglieder der Quartierskonferenz und Vertreter von Rodener Vereinen und Unternehmen gekommen waren. Vor Ort informiert sie hier über die Maßnahmen der Sozialen Stadt Roden und arbeitet zusammen mit der Quartierskonferenz, die sich aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammensetzt. „Die Soziale Stadt ist eine großartige Chance für Roden“, sagte Richter. „Für ein stärkeres und sozialeres Roden wollen wir unser Quartier gemeinsam voranbringen und weiterentwickeln.“

Bereits vor fast zwei Jahren fand sich die Quartierskonferenz im Stadtteil zusammen: „Wir sind mit Euphorie eingestiegen“, erinnerte der Sprecher der Konferenz, Olaf Tiemann, der als Vorsitzender des Ortsinteressenvereins auch die Unterstützung der Kaufmannschaft zusicherte. Noch immer seien in der Quartierskonferenz fast alle Mitglieder vom Anfang mit dabei. Die Mitarbeit sei dabei auch ein Lernprozess gewesen, vor allem mit Blick auf die bürokratischen Anforderungen des Förderprogramms.

Die teils langwierigen Prozesse stünden zuweilen dem Tatendrang der beteiligten Bürgerinnen und Bürger vor Ort gegenüber, erklärte auch Bürgermeisterin Marion Jost. Jedoch sei auch die Stadt an die entsprechenden Richtlinien gebunden. Zugleich betonte sie, dass wichtige Lösungen im Sinne der Rodener Bürger gefunden und umgesetzt werden: So sei zwar als späterer Standort für das Quartiersbüro der ehemalige Cap-Markt vorgesehen. Weil die Einrichtung des Büros dort noch nicht möglich ist, wurde das Quartiersbüro kurzerhand vorübergehend am aktuellen Standort eröffnet. Und: „Die beiden ersten Anträge für den Verfügungsfonds sind bereits eingegangen“, sagte Bürgermeisterin Jost, „weitere werden sicher bald folgen.“ Ferner gehe es weiter mit zentralen Themen der Sozialen Stadt in Roden: Kulturhalle, Cap-Markt und Machbarkeitsstudie Schul­straße.

Die Soziale Stadt ist ein auf zwölf bis 15 Jahre angelegtes Langzeitprogramm der Städtebauförderung, das mit Mitteln aus Bund, Land und Stadt finanziert wird. red./jb

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