Psychisch Kranker mit Messer

50-jährige männliche Person bedroht Nachbar

NUNKIRCHEN Am Samstag, 22. Februar, gegen 16.30 Uhr befand sich eine 50-jährige männliche Person (Beschuldigter) zu Fuß in der Ortslage von Nunkirchen. Er war in Militäruniform gekleidet und trug Einsatzschuhe sowie ein rotes Barett. Er führte ein Einhandmesser (neun Zentimeter Klingenlänge) und ein Kampfmesser (17 Zentimeter feststehende Klingenlänge) mit sich. Auf dem Nachhauseweg trifft der Beschuldigte zufällig auf seinen Nachbarn. Diesem folgt er ohne ein Grußwort und hält das Kampfmesser an der Klinge erhoben in der Hand. Er schaut ihn nur mit irrem Blick an und geht weiter mit erhobenem Messer auf den Geschädigten zu.

Dieser weicht zurück und meint zu ihm „mach keine Dummheiten“. Der Geschädigte flüchtet sich im Anschluss in sein Wohnhaus in den Lindenweg. Der B. verfolgt den Geschädigten nicht und begibt sich in sein Wohnanwesen.

Ein Kommando der PI Nordsaarland suchte daraufhin die Örtlichkeit des B. auf. Nach Unterredung mit dem Geschädigten und dessen Tochter wurde an das Anwesen des B. herangetreten und geklingelt. Dieser öffnete lediglich ein Küchenfenster und schrie unentwegt in wütendem Ton, dass alle von seinem Grundstück verschwinden sollen. Er befindet sich im Nato-Einsatz. Es sei Krieg und er müsse dort dienen. Er schweifte in seinem Vortrag über seinen Militäreinsatz immer wieder ab. Er schloss und öffnete fortlaufend das Fenster. Alle Versuche, auch unter einem Vorwand, ihn vor das Anwesen zu bringen, schlugen fehl.

In der Folge wurde die Haustür gewaltsam geöffnet. B. konnte durch die Kräfte der Bereitschaftspolizei im Wohnzimmer widerstandslos in Gewahrsam genommen werden. Der B. führte zu diesem Zeitpunkt am Körper das oben genannte Kampfmesser mit sich. Der B. wurde zwecks Unterbringung im RTW mit Begleitung des Kommandos der PI Nordsaarland in die SHG Kliniken nach Merzig verbracht. Dort wurde er stationär aufgenommen.

Während des Einsatzes herrschte aufgrund des bevorstehenden Faschingsumzug „Nunkircher Nachtexpress“ ein hohes Aufkommen von Passanten und Zuschauern der Veranstaltung.red./ti

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