Premiere: ausverkauftes Haus

Die Lesung „Glücksorte im Saarland“ in den Lichtspielen Wadern fand großen Anklang

WADERN Die Glücksformel für eine gelungene Lesung ist offenbar ganz einfach: Man lädt die Menschen hinter und vor den Glücksorten im Saarland ein und schon springt das Glück wie von selbst auf das Publikum über. Insbesondere dann, wenn eine solche Veranstaltung, in der – wie man an diesem Abend erfuhr – „staatlich anerkannten Glücksstadt Wadern“ stattfindet.

Ein besonderes Glück waren an diesem Abend die Gäste. Den Anfang machte der Bürgermeister Jochen Kuttler, der sich begeistert zeigte, wie viel Glück insbesondere in Wadern in dem Buch „Glücksorte im Saarland“ zu finden ist.

Dann folgten die Glücksgäste von den Glücksorten selbst: Zum Beispiel der Kelte Hans Mader, der nach Ansicht der Autorin, fast noch keltischer ist, als die damaligen Kelten selbst oder die Künstlerin Tanja Endres-Klemm, die noch weitere Glücksmomente hinzu addierte.

Einen echten Profi, was die Geschichte der Stadt Wadern angeht, hatte man auch geladen. Die Museumsleiterin Christina Pluschke wies auf, welche Parallelen zu den Glücksgeheimnissen der Schlosskapelle Dagstuhl und dem künstlerischen Leben von Octavie de Lasalle von Louisenthal zu ziehen sind. Dass man Glück nicht nur spüren, sondern auch bestens schmecken kann, bewiesen die Backschwestern aus Eppelborn. Sie versüßten mit Mini-Muffins, Buchteln und echten Glücks-Qkies dem Publikum die Pause, bis es mit Andrea Fischer, der Autorin der „Glücksorte im Hunsrück“ und der Kulurbeauftragten der Stadt Wadern, Petra Lauk, weiterging.

Dann folgte auch gleich eine weitere Premiere, denn Marion Demme-Zech zeigte zum ersten Mal das Cover zu ihrem Saarland-Krimi „Letzter Ausstieg Saar“ (September), ein Roman, in dem, so versichert die Autorin, bestimmt noch weitere Glücksorte aus dem Saarland zu „erlesen“ sind.

Wer nicht bis September warten möchte, kann übrigens bereits ab dem 8. April zu „Ahrtrüffel“ (Gmeiner Verlag) greifen – einen Kriminalroman, den die Autorin gemeinsam mit dem Pilzexperten Frank Krajewski verfasst hat.

Daraufhin stand die Ermittlung der Saarland-Glückspilze an: Die Glückskinder Mae und Lilly zogen die Gewinner und machten gleich mehrere Gäste mit den Preisen direkt von den Glücksorten besonders glücklich.

Dass man zum Glück auch immer Menschen braucht, die den Weg dahin ein wenig befördern, stellte die Autorin ganz am Ende fest, denn ihr größter Dank für diesen wunderbaren Abend ging an die Veranstalterin Beatrice Schmitt von der Bücherhütte Wadern. „Als ich kurz vor Weihnachten mit meiner Idee antanzte, man könne die Premiere-Lesung vielleicht hier in Wadern veranstalten, war Bea direkt einverstanden und schlug das wunderbare Kino der Lichtspielfreunde als Veranstaltungsort vor. Damals wusste Beatrice womöglich noch nicht, was ab da alles zu erwarten war“, berichtete die Autorin weiter. „Mails am Morgen, am Mittag und am Abend und manchmal auch gegen Mitternacht. Bea hat alles geduldig ertragen.“

So schlimm allerdings konnte es nicht gewesen sein, denn beide strahlten am Ende bis über beide Ohren. Beatrice Schmitt aus der Bücherhütte Wadern und Marion Demme-Zech stellen nach ihrer ausverkauften Lesung in den Lichtspielen Wadern überzeugt fest: „Es braucht gar nicht mal so viel, um andere glücklich zu machen. Wie dieser Abend mit den vielen netten Glücksgästen beweist, reicht es, wenn jeder einen kleinen Anteil dazu beiträgt.“red./ti

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